Der eigentliche Sommer war verregnet. Der Altweibersommer vom Wochenende ist bereits Geschichte. Die Wetterkarte ist gespickt mit Wolken- und Regensymbolen. Der Herbst zeigt sich wieder von seiner schlechtesten Seite.

Wer die Sonne vermisst, kann den Wolken entfliehen. Und die Schweizerinnen und Schweizer sind offenbar gewillt, dies zu tun. In diesen Wochen werden mehr Ferien nach Südeuropa gebucht als noch vor einem Jahr. Neben Barcelona und Malaga gehört Mallorca im Herbst 2014 zu den meistgebuchten Ferienzielen (siehe vollständige Rangliste in der Bildergalerie oben).

Dass die Flucht in den Urlaub dieses Jahr besonders stark ausfällt, liegt nicht nur am miesen Sommer. Laut Schweizer Reiseverband hatten der schöne Frühling und die Fussball-Weltmeisterschaft zur Folge, dass sich viele Schweizer mit der Ferienplanung zurückhielten. Nun holen sie nach.

Mehrtägiger Auslandsaufenthalt

Auffallend ist ausserdem, dass inzwischen immer mehr Reisewillige ihre Ferien per Smartphone und iPad planen. Rund 12 Prozent aller Reisen wurden in den vergangenen beiden Wochen mit mobilen Endgeräten gebucht, sagt die Onlinereiseagentur Ebookers. «Die Buchungen über mobile Geräte nehmen von Jahr zu Jahr stark zu.»

Ein weiterer Trend, den Reiseveranstalter beobachten: Die Schweizerinnen und Schweizer fahren lieber öfter in die Ferien, dafür kürzer. Der Trend gehe zu mehrmaligen Kurzaufenthalten pro Jahr, bestätigt auch Prisca Huguenin-dit-Lenoir, Mediensprecherin von Hotelplan Suisse.

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