Unbekümmerte Mitbürger nehmen die schweisstreibenden Temperaturen als Vorwand, so viel Bekleidung wie möglich abzulegen, auch mitten in der Stadt. Also quälen mich nackte Schultern und ultraknappe Shorts neben mir im Tram – und da meine ich nicht die Schülerinnen, deren Outfits waffenscheinpflichtig sein sollten, sondern Pensionisten mit Zigarettenstummel in der Hand (in der anderen eine Dose Feldschlösschen) oder auch junge Herren mit der Figur eines IT-Nerds aus einer Karikatur.

Aber alles ist nicht so schlimm wie die Inflation der Flip-Flops in den Strassen unserer Städte.

Echte Ablöscher oder besser: Naturkatastrophen

Für ihre Schultern oder ihre Hitzeausdünstungen können viele nicht allzu viel, auch wenn man mit Dusche oder Deo der Umwelt viel Gutes tun könnte. Aber die hygienischen Zustände vieler Schweizer Füsse sind echte Ablöscher oder besser: Naturkatastrophen. Es gibt doch Seife, Klipser, Raspel, Feile, Schere, Salbe, Bébé-Creme … Die könnte man einsetzen!

Tipp: Wer schon die Umkleide seines Sportstudios nur mit Nasenklammer aushält, dem empfehle ich, in allen Monaten ohne «r» im Namen nie im ÖV den Blick nach unten zu richten. Dann wirds vielleicht noch ein schöner Sommer.

Flip-Flops sind die hässlichen Stiefbrüder der Espadrilles und werden nie, nicht, niemals getragen, ausser am Strand in Südländern. Wenn Sie schon welche kaufen, dann dort. Nur dort.

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