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Männerschmuck 
Mehr Mut, Männer

Mit einer eleganten Uhr und passenden ­Manschettenknöpfen kann man nichts falsch machen. Doch ­gelegentlich darf Mann auch etwas mutiger sein.

Von Katrin Bachofen
24.04.2013

Auf die Frage, was beim Männerschmuck derzeit besonders im Trend liegt, sagt Sylvain Auroux, Direktor Markt Schweiz bei Piaget, Genf: «Die Manschettenknöpfe als wichtiges Accessoire prägen – neben ­seiner Armbanduhr – das Erscheinungsbild des modernen Gentleman. Man erkennt anhand dieser diskreten Codes den wahren Kenner eines kultivierten, weltläufigen Stils.» Stilsicher, unaufdringlich und diskret – so mögen die Schweizer Männer ihren Schmuck. Bei Pia­get sind es beispielsweise die ultraflachen Herren­uhren, an deren Formgebung und Design sich auch die Accessoires wie Manschettenknöpfe orientieren, etwa am runden Gehäuse der Altiplano oder an der Emperador Coussin mit ihrer ikonischen Kissenform.

Auch bei Vacheron Constantin sieht man den Schmuckträger als Connaisseur eines weltgewandten, mondänen Stils: «Eine elegante, mechanische Uhr und die passenden Manschettenknöpfe – das sind die Insignien des klassischen Gentleman», heisst es in Genf. So bietet Vacheron Constantin eine Auswahl aufwendig gefertigter Manschettenknöpfe an, die sich in ihrer hochwertigen Verarbeitung an den Zeitmessern orientieren und diese perfekt ergänzen.

Olivier Fabrikant, Geschäftsleiter von Kurz Uhren und Schmuck, Zürich, rät: «Beim klassischen Stil empfehlen wir Zurückhaltung. Mit einer hochwertigen Kollektion von Manschettenknöpfen erzielt Mann aber durchaus modische Effekte. Um verschiedene Stile passend zu mixen, braucht es jedoch viel Stil-sicherheit und modisches Bewusstsein. Besser ist es, sich verschiedene Outfits zuzulegen und sein Äusseres auf unterschiedliche Arten zu interpretieren.»

Klare, reduzierte Formen

Hochwertige Materialien geben bei Türler Uhren und Juwelen, Zürich, den Ton an. Beim Edelmetall sind Platin sowie 18-Karat-Gelb- und -Weissgold besonders gefragt. Nach wie vor werden auch klassische Stücke mit Steinbesatz, beispielsweise mit Diamanten oder Onyx, nachgefragt. Manchmal darf es auch etwas ausgefallener sein. So etwa bei der Mendini-Kollektion, wo Meteorite, Spinelle oder Lapislazuli besondere ­Akzente setzen. Ob Krawattenklammer, Manschettenknöpfe, Uhr oder Ring: Nicht verspielte, sondern klare, reduzierte Formen sind gefragt. Die Ringe müssen ­gemäss Türler gross und massiv sein, vorzugsweise aus Gelbgold oder Platin. Doch es gibt auch Kombinationen mit Diamanten oder Farbsteinen wie Saphire oder Rubine. Bei Farbsteinen empfiehlt es sich allerdings, selbstkritisch zu sein, denn so ein auffälliges Schmuckstück sollte schon zur Gesamterscheinung passen. Vor allem bei Russen sind gemäss Türler derzeit Ringe mit einem Alexandrit beliebt. Dieser Edelstein aus der Gruppe der Chrysoberylle verfügt über die Fähigkeit, die Farben zu wechseln, eine Eigenschaft, die er den im Stein enthaltenen Mineralien Chrom, Eisen und Titan verdankt.

Modische Akzente

Mit einer eleganten Uhr als tonangebendem ­Accessoire sowie passenden Manschettenknöpfen kann man nichts falsch machen. Doch gerade jüngere Männer setzen gerne auch modebewusstere Akzente. Olivier Fabrikant ist überzeugt: «Es gibt auch bei den Männern immer mehr Stilrichtungen. Neben Schmuck in Stahl ist Silberschmuck der stärkste Trend. Wir finden heute auch viele Designs in Leder, geflochten oder als Bänder, kombiniert mit Silber oder Edelsteinen. Ebenso feine, farbenfrohe textile Bänder, aber auch wertvolle Glieder-Armbänder, zum Beispiel rundum ausgefasst mit kleinen, schwarzen Diamanten.» Neu im Sortiment hat Kurz eine Kollektion in ­Leder und Silber, die in Zusammenarbeit mit der ­Designerin Florence Bachofen-Székely entstanden ist.

Modernes Design trägt man heute auch zum ­Anzug und verleiht damit dem glatten Image eine verspielte Note. Von Omega gibt es etwa das Sailing Bracelet aus Kautschuk und Edelstahlverschluss mit passenden Manschettenknöpfen. Es ist in verschiedenen Farben erhältlich und lässt Erinnerungen an den gelungenen Segeltörn in den letzten Ferien aufkommen.

Auch Montblanc wartet in den eigenen Boutiquen mit coolen Designs auf. Topmodisch sind die gummierten Armbänder mit silbernem Magnetverschluss, sehr männlich die Armspange und der passende Ring mit einem breiten Zopfmuster in Sterling-Silber. Die Auswahl an Manschettenknöpfen bei Montblanc ist riesig und reicht von schlichten Designs aus Stainless Steel bis hin zu Manschettenknöpfen aus Weissgold und Perlmutt mit Diamant-Pavé – ganz nach Vorliebe und Budget.

Männer sind in Sachen Mode sehr selbstbewusst geworden. Das weiss auch der Zuger Schmuckdesigner André Schweiger. Seine ausgefallenen Kreationen vermitteln einen Hauch von Rock’n’Roll. Ob Skara­bäus, Oktopus, Kranich oder Lilie – Schweiger kreiert aus diesen Motiven maskulinen Schmuck mit Ecken und Kanten, der den Nerv der Zeit trifft. Seine Gürtelschnallen, Armbänder, Anhänger, Ringe und sein Ohrschmuck werden von Männern wie Frauen gekauft und getragen. Der modische Schmuck ist definitiv zum Must-have-Accessoire geworden.

 

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