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Schweizer Kunst nicht bezahlt: Millionenklage gegen Saudi-König

Nicht lustig: Der saudische König Abdullah bin Abdulaziz Al-Saud muss sich mit Künstlern herumschlagen. (Bild: Bloomberg)

Galerist Elli Bern Angellino hat mit dem saudischen Königshaus ein Hühnchen zu rupfen: Die Saudis sollen sich an Skulpturen im Wert von Millionen Dollar erfreuen, die sie nicht bezahlt hätten.

Von Christian Bütikofer
07.06.2012

Elli Bern Angellino von Angellino Arte ist sauer. 2005 beauftragten ihn Mitglieder des Königshauses, eine Serie von Skulpturen herzustellen. Zwischen 2006 und 2009 wurden die 29 Kunstwerke in der Schweiz aus Gold, Silber, Bronze und Zink gefertigt.

Vom Kunstatelier in Lugano wurden die Skulpturen in die USA verschickt und dort per DHL-Express an die Saudis nach Riad ausgeliefert. Doch bis heute wartet Angellino offenbar auf die 12,5 Millionen Dollar, die diese Skulpuren kosteten. Trotz mehrmaliger Aufforderung vergassen die Saudis angeblich zu bezahlen.

Seit 2010 hat Elli Bern Angellino das Königshaus auf Zahlung eingeklagt. Mit dabei das Oberhaupt König Abdullah bin Abdulaziz Al-Saud und weitere 15 Mitglieder der Familie. Zuerst wurde Angellinos Klage abgewiesen, doch nun entschied das zuständige Berufungsgericht, den Fall wieder aufzunehmen.

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