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Steuerbetrug 
Kunsthändler Guy Wildenstein erneut vor Gericht

Wildenstein
Guy Wildenstein: Vor einem Jahr war er vom Pariser Strafgericht freigesprochen worden.Quelle: Getty Images

Vor dem Pariser Berufungsgericht beginnt der Prozess gegen den 72-jährigen Franko-Amerikaner. Er muss sich wegen Steuerbetrugs in Millionenhöhe verantworten.

Veröffentlicht 02.03.2018

Er und andere Erben des 2001 verstorbenen Kunsthändlers Daniel Wildenstein sollen dem französischen Fiskus rund 550 Millionen Euro vorenthalten haben. Das Urteil wird in vier Wochen erwartet.

Die Finanz-Staatsanwaltschaft spricht von dem «ausgeklügeltsten und längsten» Steuerbetrug in der jüngeren Geschichte Frankreichs. Im Januar 2017 waren Guy Wildenstein und weitere Angeklagte freigesprochen worden, darunter auch einer seiner Neffen und die Witwe seines älteren Bruders. Das Gericht begründete dies mit Gesetzeslücken und fehlerhaften Ermittlungen.

Gemälde von Bonnard, Fragonard und Caravaggio

Das Milliardenvermögen der Familie aus Luxusimmobilien, Kunstwerken und Rennpferden wird grösstenteils in Trusts verwaltet, die in Steuerparadiesen angemeldet sind. Allein der Trust «Delta» ist nach Angaben aus informierten Kreisen im Besitz von Gemälden im Wert von einer Milliarde Dollar, die sich in den USA und in der Schweiz befinden.

Im Besitz der Familie befinden sich unter anderem Gemälde von Bonnard, Fragonard und Caravaggio sowie eine riesige Farm in Kenia, auf der der Hollywood-Film «Jenseits von Afrika» gedreht wurde.

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