Wer den «Art Market Report» der Art Basel und der UBS liest, der könnte meinen, dem Geschäft mit der Kunst gehe es prächtig. Der globale Umsatz für Kunstwerke ist im Jahr 2018 um sechs Prozent auf 67,4 Milliarden Dollar gestiegen. Seit zwei Jahren weist die Wachstumskurve wieder nach oben.

Hört man sich aber unter Galeristen um, so erscheint der Kunstmarkt volatil und äusserst polarisiert. «Der Primär- und der Sekundärmarkt sind zwei Welten», sagt der Galerist Urs Meile. «Ausserdem ist der Markt selektiver geworden. Die Käufer informieren sich wieder viel genauer als auch schon über die Inhalte und den Stellenwert eines Werks innerhalb eines künstlerischen OEuvre.» Einfacher verkauft sich, was museale Weihen hat.

Doch für Künstler, deren Kunst sich nicht wie ein Brand vermarkten lässt, ist der Markt zäh geworden. «Spekulatives Interesse an arrivierteren Positionen ist hoch», beobachtet Gregor Staiger, dessen gleichnamige Galerie in Zürich mit jungen Schweizer Künstlern wie Sonia Kacem und Nicolas Party eines der zurzeit spannendsten Programme bietet. «Experimentelle Kunst aber, der man aus genuiner Begeisterung begegnet, bräuchte mehr Unterstützung.»
 

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Ökonomische Schere

Die Polarisierung ist ein Abbild der ökonomischen Schere: hier die Zunahme der High-Net-Worth Individuals und der Aufstieg reicher Asiaten, dort der schrumpfende Mittelstand, womit sich auch das Reservoir treuer Sammler für weniger etablierte, mittelpreisige Kunst verkleinert. Dass der asiatische Markt, im Gegensatz zum Heimmarkt, wichtiger wird, darüber ist man sich durchs Band einig. Meile, der chinesische Künstler wie den Kunstaktivisten Ai Weiwei, aber auch Schweizer wie Not Vital und die junge Berner Künstlerin Julia Steiner vertritt, hat deshalb schon 1997 einen Ableger in Peking gegründet. Der strategische Entscheid bringt ihm jetzt Glück: «Das hilft uns heute substanziell.» Gregor Staiger weiss sich mit innovativen Gallery-Sharing-Konzepten in Mailand oder Warschau zu helfen und einer kleinen, feinen Messe in Paris, die er mitgründete.

Idealistische Kleingalerien, die schlank arbeiten müssen, sehen sich zwar als Nutzniesser der Globalisierung, spüren aber auch deren Schattenseiten. «Es ist einfacher geworden, sich international zu vernetzen», sagt auch Anna Bolte von der Zürcher Galerie BolteLang. «Aber die Sammler haben weniger Zeit und fokussieren weniger auf eine Sache.»

Neues Vokabular in der Kunst

Die gute Nachricht: Das 26. BILANZ-Künstler-Rating ist ein Beleg dafür, dass es Galerien gibt, die sich dem Aufbau einer neuen Generation von Künstlern verschreiben, welche mit substanziellen Inhalten und innovativem künstlerischem Vokabular Neuland betreten. Seit 1993 gewichtet eine aus kompetenten Fachleuten besetzte Jury nach Inhalten und Relevanz – und nicht nach Marktwert. Bei den Bluechips der Schweizer Gegenwartskunst hat sich wenig verändert – streifen wir die Topstars deshalb nur kurz, hinter denen meist potente Grossgalerien stehen: Pipilotti Rist (Rang 1), Roman Signer (2) und Thomas Hirschhorn (3).

Zu erwähnen wäre der grosse Sprung nach vorne von Miriam Cahn, der stärksten Malerin der Schweiz (Rang 5, 2018: 16). Ihre phänomenalen Retrospektiven im Kunstmuseum Bern und zurzeit im Kunsthaus Bregenz bestätigen die Künstlerin, die seit über dreissig Jahren kontinuierlich an ihrem Werk arbeitet, als hellsichtige Zeitdiagnostikerin, die für brisante Themen wie Migration und Krieg bezwingende Bilder findet.

Eine kleine Systemänderung der Top 50 bringt frischen Wind in unsere Liste. Mit der Schaffung der Kategorie «Aufsteiger unter 40 Jahren» rücken spannende jüngere Künstler in den Vordergrund, die nicht jeder kennt. Erster Befund: Besonders vielversprechende Namen stammen derzeit aus der Westschweiz. Zweiter Befund: Die jüngere Generation von Künstlern sieht sich auffällig oft in der Rolle von Forschern, macht sich Gedanken zu ökologischen Fragen, hinterfragt die Tradition von Skulptur, Malerei und Zeichnung und denkt die Künstlichkeit der Bilder durch die Digitalisierung mit. Dritter Befund: Über die Hälfte sind Frauen. Das ist deshalb erwähnenswert, weil die ausgestellte und erfolgreich vermarktete Kunst bis vor wenigen Jahren noch eine Männerwelt war.

Julian Charriere

Zukunftsarchäologe: Julian Charrière (Aufsteiger unter 40: Rang 1), der Shootingstar der Schweizer Kunstszene, bringt von den entlegensten Orten bezwingende Bilder von unserem Umgang mit natürlichen Ressourcen nach Hause.

Quelle: Gian Marco Castelberg für BILANZ

Poetische Bilder von zerstörter Natur

Platz 1 unter den Aufsteigern: Julian Charrière. Er war bereits in den letzten zwei Jahren auf dem Radar der Jury und ist allein schon deshalb ein Phänomen, weil er sich dem Mythos des Atelierkünstlers, der abgeschieden von der Welt tüftelt, widersetzt.

Wie ein Forschungsreisender reist er um die Welt, um Kommentare zum Zustand der Erde zu machen. Vom nuklearverseuchten Bikini-Atoll im Pazifik bis zum wegen der Palmölindustrie entwaldeten und mit Pestiziden vergifteten Fuss des Vulkans Tambora auf der indonesischen Insel Sumbawa bringt der 32-jährige, in Berlin lebende Künstler aus Morges Videos und Fotografien von poetischer Kraft mit nach Hause, die von Umweltschäden im Namen des Fortschritts erzählen – und hat damit grossen Erfolg bei Sammlern bis nach Hongkong. «Der Drang, Dinge in Frage zu stellen, ist ein Grundbedürfnis des künstlerischen Daseins», sagt er. Geehrt mit dem Kaiserringstipendium für junge Kunst 2016 und dem Prix Mobilière 2018, nimmt er allein dieses Jahr an 15 Einzel- und Gruppenausstellungen teil.

Julian Charrière: «An Invitation to Disappear – Nagan Raya», 2018. Archiv-Pigmentdruck auf Hahnemühlepapier, 150×187,5 cm, 22 000 Euro.

Dokumentation von Umweltschäden: Julian Charrière: «An Invitation to Disappear – Nagan Raya», 2018. Archiv-Pigmentdruck auf Hahnemühlepapier, 150×187,5 cm, 22 000 Euro.

Quelle: Julian Charrière

Umweltbewusstsein rückt auch bei der 36-jährigen Skulpteurin Claudia Comte, der Zweitplatzierten der Aufsteigerliste, zunehmend in den Vordergrund. Ihre Holzskulpturen und Rauminstallationen haben einen starken Wiedererkennungswert, aber sie will sich nicht darauf festlegen. Gerade erschliesst sie sich neues Gebiet: Im August begleitet sie eine Expedition zum Abyui-Vulkan in Sibirien, die dort die Geschichte des Vulkanausbruchs und seine Effekte auf die Klimaveränderung und Völkerwanderung untersucht; sie plant dazu einen Film.

Mit ihrer Arbeit wolle sie «die versteckten Geschichte(n) verschiedener Materialien und den Zusammenhang zwischen dem Zustand der Umwelt und der Einwirkung des Menschen aufdecken». Sie konnte sich jüngst in Museumsausstellungen in Kopenhagen, Cleveland und St. Louis international weiter verbreitern. Dieses Jahr wird sie im Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid ausstellen.

Eine dritte Künstlerin aus der Westschweiz: die 34-jährige Genferin Sonia Kacem (Aufsteiger: Rang 4). In ihrem Atelier sammelt sie Objekte und Stoffe, um Materialforschungen nachzugehen. Daraus erschafft sie scheinbar provisorische, sinnliche Objekte von skulpturalem Charakter und Installationen, welche die gebaute Architektur um sie herum mitreflektieren. Ihre Arbeit sieht sie als «Kommentar zu den Produktionsbedingungen, der Zirkulation und dem Konsum von Waren». Hat sie sich lange auf die spontane, beifällige Geste konzentriert, dehnt sie ihr Interesse nun auf geplante Strukturen aus solidem Material aus.

Sonia Kacem: «Untitled», 2017, Keramik, 110×86×89 cm, 9000 Franken.

Materialforschungen: Sonia Kacem: «Untitled», 2017, Keramik, 110×86×89 cm, 9000 Franken.

Quelle: Sonia Kacem

Zwischen Computer und Zeichenpinsel

Auch der gebürtigen Genferin Vanessa Billy (Rang 35), in London ausgebildet und in Zürich arbeitend, gebührt im Hinblick auf die verstärkte Auseinandersetzung mit ökologischen Fragen Aufmerksamkeit. Ihre Arbeit dreht sich oft um die Dystopien, in denen unser Konsum enden könnte. Leere Produkteverpackungen, Plastikmüll oder gebrauchte Automotoren finden Eingang in ihre Installationen, oder sie schafft Körperfragmente aus Jesmonite, einem Komposit aus Staub, Sand und Pigmenten. In assoziationsreichen Installationen reflektiert sie, wie sich der Mensch im Kreislauf von Produktion, Konsum und Abfall verfangen hat.

Zum Westschweizer Kreis der Künstler, die international auf sich aufmerksam machen, gehört auch Nicolas Party (Aufsteiger: Rang 5). Der 39-jährige, an der Glasgow School of Art ausgebildete Lausanner macht Furore mit seinen grafisch-flächig gemalten Stillleben, Natur-, Tier- und Figurenbildern. Sie weisen den heute in Brooklyn lebenden Künstler als raffinierten Brückenbauer zwischen der computergenerierten Bildwelt und der klassischen Malerei aus.

Seine Gemälde und Environments wirken wie nicht von dieser Welt. Sie speisen sich aus der populären und kunsthistorischen Ikonografie und der 3-D-Animation. Kürzlich bespielte er in einer grossen Übersichtsschau 15 Räume im M Woods Museum in Peking, vergangenes Jahr zeigte er in der ikonischen Rotunde des Hirshhorn Museum in Washington 30 Sonnenauf- und -untergänge. Ausstellungen in Brüssel und Los Angeles waren weitere Stationen. Dass er neben seiner Zürcher Galerie Gregor Staiger vier weitere Galerien (in Glasgow, Brüssel, Mailand und New York) beschäftigt, zeigt, wie gefragt sein Werk bei Sammlern ist.

Vanessa Billy

Konsumkritikerin: In ihren Installationen reflektiert Vanessa Billy den Umgang des Menschen mit Ressourcen – und wie der Überkonsum enden könnte.

Quelle: Gian Marco Castelberg für BILANZ

Mit Gouache und Borstenpinseln

Einen Kontrapunkt inmitten der Hochkonjunktur computergenerierter Bilder setzt die Zeichnungskünstlerin Julia Steiner (Aufsteiger: Rang 9). «Mich interessiert die Unmittelbarkeit am Zeichnen», sagt die 37-jährige, in Büren bei Burgdorf BE geborene Künstlerin. Meist zeichnet sie mit Gouache und Borstenpinseln ohne Vorzeichnung direkt auf Papier oder ganze Wände.

Ihre Arbeiten, in letzter Zeit abstrakter geworden, loten Dichte, Bewegungen und Dynamik aus. Steiners Werke sind in den Kunstmuseen Bern und Thun und im Centre Pasquart in Biel ebenso vertreten wie in Sammlungen von Julius Bär, Credit Suisse und Nationalbank. Die Galerie Urs Meile wird grossformatige Zeichnungen an die Art Basel bringen, die Assoziationen von Mikrokosmen oder zerborstenen Meteoriten wecken.

Julia Steiner

Konzentrationskünstlerin: Die Handzeichnungen von Julia Steiner verströmen eine wilde Note und erinnern zuweilen an Mikrokosmen oder zerborstene Meteoriten.

Quelle: Gian Marco Castelberg für BILANZ

Gemessen an den Preisrekorden, nehmen sich die Werte dieser Werke, angefangen bei wenigen tausend Franken für kleinere Formate, geradezu bescheiden aus. Für Sammler ergeben sich vielversprechende Einstiegsmöglichkeiten, an Entwicklungen eines Werkes teilzuhaben, das nicht bloss der Heimdekoration dient, sondern Auslöser für geistige Prozesse ist.

Wie aber macht eigentlich ein Jungkünstler heute «Karriere»? Stehen am Anfang immer noch meist Preise und Stipendien von Staat, Gemeinden, Stiftungen und Unternehmen (in der Schweiz werden sie besonders reichlich vergeben), hängt der weitere Verlauf mit Begegnungen mit einflussreichen Kuratoren, aber auch dem international vernetzten Galeristen zusammen, der an den Künstler glaubt, auch wenn dieser noch keine Anhängerschaft hat.

Julia Steiner: «Untitled I», 2018, Gouache auf Papier, 136×110 cm, 12 500 Franken.

Julia Steiner: «Untitled I», 2018, Gouache auf Papier, 136×110 cm, 12 500 Franken.

Quelle: Julia Steiner

Die Kunstwelt ist ein Dschungel

Mit der Popularisierung der Gegenwartskunst ist der Kunstmarkt ein unübersichtlicher Dschungel geworden. Dem alten Autoritäts-Triangel Museumskurator–Galerist–Kritiker stehen heute Heerscharen freie Kuratoren, Kunstberater, Privatsammler mit eigenen Museen, Stiftungen und digitale Vermittlungsplattformen gegenüber. Und: Unternehmen nutzen Kunst als Marketingplattform.

Julian Charrière etwa liess sich ein Videoprojekt in der Arktis vom Luxus-Kosmetikbrand La Prairie sponsern; im Gegenzug präsentierte er in der Lounge an der Art Basel Hong Kong eine Installation. Nicolas Party führte eine grosse Wandmalerei in der privaten Marciano Art Foundation in Los Angeles aus, der Kunststiftung des Fashionlabels Guess. Für die private Kunststiftung des New Yorker Investment Bankers Glenn Fuhrman (MSD Capital, Verwalter des Dell-Vermögens), die Flag Art Foundation, plant er sein nächstes Projekt. Claudia Comte reiste für ein Stipendium der TBA21-Academy in die Karibik, um dort mit einheimischen Hölzern zu arbeiten – dahinter steckt die Kunst- und Ökologiephilanthropin und Thyssen-Erbin Francesca Habsburg. Künstler sind Vielreisende geworden; einige der hier Porträtierten arbeiten gerade in Kairo, Jamaika, Berlin oder Los Angeles.

Mit der engen Verflechtung von Geld und Geist, Privatphilanthropie und Imagepflege kehrt in der Kunstwelt des 21. Jahrhunderts ein wenig das Zeitalter der Medici zurück. Für erfolgreiche Künstler ergeben sich daraus neue Plattformen. Für die Galeristen aber heisst es, den Idealismus nicht zu verlieren. Und für angehende Sammler erschliesst sich ein ergiebiges Feld.

Dieser Artikel erschien in der Juni-Ausgabe 06/2019 der BILANZ.

Die Juroren des Künstler-Ratings 2019

44 Kunstsachverständige haben mit der Nennung ihrer Favoriten zum BILANZ-Künstler-Rating 2019 beigetragen. Gewichtet werden die Anzahl Nennungen pro Künstler (prioritäres Kriterium) und die Platzierung der Namen in den eingesandten Ranglisten (sekundäres Kriterium).

Stefan Banz, Direktor KMD – Kunsthalle Marcel Duchamp / The Forestay Museum of Art, Cully; Tobia Bezzola, Direktor MASI, Lugano; Konrad Bitterli, Direktor Kunstmuseum Winterthur; Giovanni Carmine, Direktor Kunst Halle Sankt Gallen, St. Gallen; Cornelia Dietschi Schmid, Kunsthistorikerin, Leiterin Kunstsammlung Roche, Basel; Christoph Doswald, freier Kurator / Vorsitzender Arbeitsgruppe Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Zürich; Andreas Fiedler, Kurator, Bern und Berlin; Peter Fischer, Kurator/Entwickler, Hitzkirch; Fredi Fischli, Co-Leiter GTA Ausstellungen, ETH Zürich; Karin Frei Rappenecker, Kuratorin/Co-Direktorin Art Agency, Zürich; Céline Gaillard, Kuratorin/ Co-Direktorin Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil-Jona; Winfried Heininger, Verleger Kodoji Press, Baden; Helen Hirsch, Direktorin/Chef-Kuratorin Kunstmuseum Thun; Holger Hoffmann, Präsident Bernische Kunstgesellschaft & Aeschlimann Corti Stipendium, Bremgarten bei Bern; Gianni Jetzer, Kurator Hirshhorn Museum, Washington, D.C.; Olivier Kaeser, Curator of Contemporary Art Exhibitions and Multidisciplinary Projects, Paris; Oliver Kielmayer, Kurator Kunsthalle Winterthur; Lynn Kost, Kurator Kunstmuseum Winterthur; Roman Kurzmeyer, Kurator der Sammlung Ricola / Dozent Institut Kunst der HGK Basel; Simon Lamunière, Kurator, Les Acacias; Samuel Leuenberger, Independent Curator, Founder & Curator Salts & Curator Art Basel Parcours, Birsfelden; Balthazar Lovay, Artistic Director Kunsthalle Fri Art, Fribourg; Heike Munder, Direktorin Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich; Susanne Neubauer, Kuratorin und Kunstwissenschaftlerin, Berlin/ Zürich; Hans Ulrich Obrist, Director Serpentine Gallery, London; Flurina und Gianni Paravicini, Verleger Edizioni Periferia, Luzern; Aoife Rosenmeyer, Kunstkritikerin, Zürich; Sabine Rusterholz Petko, freie Kuratorin, Zürich; Christoph Schenker, Professor/Leiter Institute for Contemporary Art Research, Hochschule der Künste, Zürich; Sabine Schaschl, Direktorin Museum Haus Konstruktiv, Zürich; Madeleine Schuppli, Direktorin Aargauer Kunsthaus, Aarau; Claudia Spinelli, Leiterin Kunstraum Baden; Barbara Staubli, Kuratorin Julius Bär Kunstsammlung, Zürich; Markus Stegmann, Direktor Museum Langmatt, Baden; Juri Steiner, Kurator / Kunstund Kulturvermittler, Lausanne; Paulina Szczesniak, Kunstredaktorin «Züritipp»/«SonntagsZeitung», Zürich; Nadia Veronese, Kuratorin Kunstmuseum St. Gallen; Yvonne Volkart, Kunstwissenschaftlerin/Kuratorin, Zürich; Anna Wesle, Kuratorin Museum Franz Gertsch, Stiftung Willy Michel, Burgdorf; Roland Wetzel, Direktor Museum Tinguely, Basel; Barbara Zürcher, Direktorin Haus für Kunst Uri, Altdorf; Sarah Zürcher, Redaktorin/Kunstkritikerin, Fribourg; Annelise Zwez, Kunstkritikerin, Twann.