Die Schweizer Galeristen Iwan und Manuela Wirth sind vom britischen Kunstmagazin «ArtReview» zu den derzeit wichtigsten Persönlichkeiten im internationalen Kunstbetrieb gekürt worden. Das Ehepaar landete im Ranking 2015 der «Power 100» auf Platz 1.

Die weltweit operierenden Galeristen hätten mit ihren museumsähnlichen Niederlassungen und einem kürzlich eröffneten Kunst- und Bildungszentrum auf einem Bauernhof im britischen Somerset «die Idee, was eine kommerzielle Galerie sein kann, erweitert», sagte «ArtReview»-Chefredaktor Mark Rappolt. Dem Paar gehe es «nicht nur darum, Kunst zu verkaufen, sondern einen Lifestyle», berichtet das Kunstmagazin am Donnerstag in einem Pressecommuniqué.

Hauser & Wirth vertreten die Besten

Die Galerie Hauser & Wirth vertritt die besten Schweizer Künstler. Gemäss dem jüngsten Ranking des Wirtschaftsmagazins «Bilanz» lassen sich die drei wichtigsten Schweizer Künstler – Roman Signer, Pipilotti Rist und Christoph Büchel – von Iwan und Manuela Wirth vertreten.

Im kommenden März eröffnen Iwan und Manuela Wirth in Los Angeles einen 9300 Quadratmeter grossen Raum. Neben einem Buchladen, einer Bar und einem Restaurant werden darin Arbeiten der wichtigsten Künstler der Stadt präsentiert.

Ai Weiwei auf der Zwei

Auf Platz zwei folgt der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei, auf Platz drei der deutschstämmige New Yorker Galerist David Zwirner. Im vergangenen Jahr hatte Iwan Wirth den dritten Platz belegt. Der Vorjahreserste Nicholas Serota, Chef der Tate Britain in London, kommt auf den fünften Rang. Mit Kurator Hans Ulrich Obrist, Ko-Direktor der Serpentine Gallery London, hat es ein weiterer Schweizer unter die wichtigsten fünf geschafft. Er teilt sich den Platz mit seiner britischen Kollegin Julia Peyton-Jones.

Mit der Kunstsammlerin Maja Hoffmann (Platz 20) und dem Künstler Thomas Hirschhorn (Platz 45) sind noch mehr Schweizer in der Rangliste vertreten. Allesamt haben 2015 besser abgeschnitten als im letztjährigen Ranking. Die in Österreich geborene Schweizer Galeristin Eva Presenhuber steht mit ihrer Zürcher Galerie auf Platz 68.

Das von einer anonymen internationalen Jury erstellte Ranking gilt als wichtigste Rangliste der weltweiten Kunstbranche. Es sorgt immer wieder für heisse Diskussionen.

(sda/ise/me)

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