Google hat sein Logo auf der Startseite verändert - es erscheint heute im Origami-Stil. Diese Änderungen sind als Google Doodle bekannt und sollen auf Jubiläen und aktuelle Themen aufmerksam machen - wie dieses Jahr etwa die umstrittene Sopa-Novelle im US-Kongress - oder Personen ehren. Mit dem aktuellen Google Doodle kommt der Japaner Akira Yoshizawa in die Kränze.

Die Papierkunst Origami entwickelte sich in Japan um die Zeit der Geburt Jesu und diente vor allem der Unterhaltung am Hofe. Seit längerem sind Falttechniken, die sich an Origami orientieren, aber auch in der Industrie ein Thema.

Denn Effizienz bei Material und Produktion wird immer wichtiger. Durch neue Falttechnologien können komplexe Bauteile in einem Stück fertiggestellt werden, ohne die althergebrachten Techniken Kleben, Nieten oder Schweissen. In den USA ist Origami seit längerer Zeit ein Bestandteil der Ingenieurswissenschaften. Europa hat hier noch einiges aufzuholen.

Doch auch Japan brauchte Zeit, bis es den wirtschaftlichen Nutzen von Origami schätzen lernte: Akira Yoshizawa musste lange kämpfen, bis er anerkannt und für seine Werke ordentlich bezahlt wurde.

(chb/tno)

Die «FAZ» berichtet über die Verwendung von Origami in der Industrie

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