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Kowalskys Crashtest: Zauberstab

Kowalskys Crashtest mit dem Anova Precision Cooker
Sous-vide-Garens: Der Anova Precision Cooker im Crashtest.Quelle: Felice Bruno

Mit dem Anova Precision Cooker und seiner cleveren App wird Sous-vide-Garen kinderleicht.

Marc Kowalsky
Von Marc Kowalsky
07.06.2018

In siebeneinhalb Jahren Crashtest haben Sie hier nur selten etwas über Küchengadgets gelesen. Das hat zwei Gründe: Zum einen gehört die Küche mehrheitlich meiner Frau, da ist sie unschlagbar (und nicht nur da). Ich beschränke mich auf die Themen Grill, Beefer, Steamer und Wein. Zum andern ist die Digitalisierung noch nicht wirklich in diesem wichtigsten Teil der Wohnung angekommen: Die wenigen Versuche wie Kaffeemaschine mit Internetanschluss oder Kühlschrank mit Innenkamera haben es nie in den Massenmarkt geschafft.

Dem Anova Precision Cooker könnte nun mehr Erfolg beschieden sein. Das Gerät bringt die in der Gastronomie weit verbreitete Technik des Sous-vide-Garens in die heimische Küche, und dies zu einem sehr vernünftigen Preis. (Kurze Erklärung für alle, die vom Kochen noch weniger Ahnung haben als ich: Dabei werden Fleisch, Fisch oder Gemüse im Vakuumbeutel bei konstant niedriger Temperatur über längere Zeit im Wasserbad gegart. Das sorgt mit der richtigen Marinade nicht nur für intensiveren Geschmack: Weil der Garpunkt aufs halbe Grad genau gehalten wird, kann nichts verbrennen oder verkochen, und Fleisch etwa wird butterzart.)

Wichtigstes Goodie ist die App

Das recht massive Gerät aus Polycarbonat und Stahl wird an einen – möglichst tiefen – Kochtopf geschraubt. Über eine Art Mausrad stellen Sie die Temperatur ein. Eine Schraube sorgt für eine kräftige Wasserzirkulation: Eier zum Beispiel schiebt der Anova fröhlich durch den Topf.

Wichtigstes Goodie ist die App zur Steuerung des Gerätes. Mittels Pushnachrichten meldet sie, wann die Gartemperatur erreicht oder das Essen fertig ist. Zudem enthält sie über tausend Rezepte (leider ohne Video und nur in Englisch), deren Garzeiten und -temperaturen sie direkt an den Precision Cooker übermittelt.

Ein amerikanisches Gerät

Auch an den bisweilen nichtmetrischen Mengenangaben («3 ounces of cream cheese») merkt man, dass der Anova ein amerikanisches Gerät ist. Ausgeliefert wird es immerhin mit einem EU-Stecker. Die Wi-Fi-Version erlaubt die Bedienung von überall her – so können Sie etwa das Wasser schon vom Büro aus vorheizen.

Kulinarisch hat der Anova unser Repertoire um eine Dimension erweitert. Gerade wenn sich der Abend mit Gästen nicht minutengenau planen lässt, ist der Precision Cooker praktisch, denn das Essen kann damit nicht übergaren. Positiver Nebeneffekt: Meine Frau sieht mich jetzt häufiger in der Küche.

Fazit: Der Precision Cooker ist kinderleicht zu bedienen und liefert konstant tolle Ergebnisse. Vielleicht wirds ja doch noch was mit dem Internet in der Küche!

Anova Precision Cooker
Info:
anovaculinary.com
Preis: 159 Euro (Version Wi-Fi + Bluetooth)

Bewertung: ★★★★☆

★ Technoschrott ★★ verzichtbar ★★★ nice to have ★★★★ cool ★★★★★ wegweisend

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