1. Home
  2. Lifestyle
  3. Gadgets
  4. Kowalskys Crashtest: Der Dauerläufer

Multimedia 
Kowalskys Crashtest: Der Dauerläufer

Kowalskys Crashtest
Das Surface Book 2 im Crashtest: Ein edler, leistungsfähiger und vor allem ausdauernder Rechner für unterwegs.Quelle: Felice Bruno

Mit dem Surface Book 2 will Softwareriese Microsoft der beste Laptophersteller werden. Da dürfte Apple etwas dagegen haben.

Marc Kowalsky
Von Marc Kowalsky
am 26.01.2018

Knapp fünf Jahre ist es her, als Microsoft – nach dem harzigen Start von Windows 8 – sich auch in den Hardwaremarkt wagte. Als Quereinsteiger wollte der Softwaregigant den etablierten Playern zeigen, wie man gute Laptops baut. Ein vermessener Anspruch, möchte man meinen, doch irgendwann wurde Microsoft richtig gut mit seinen Geräten. Mit dem neuen Surface-Book 2 tritt der Konzern nun gegen Apples Macbook Pro an, den für mich derzeit besten Notebook.

In zwei Dingen jedoch unterscheidet sich das Surface Book 2 von einem traditionellen Laptop: Es hat erstens einen Touchscreen, den man zweitens abnehmen und als Tablet verwenden kann – das Gerät ist also ein sogenanntes 2-in-1. Das widerspricht fundamental der Apple-Philosophie (dort werden die Geräteklassen streng getrennt), ist mir aber sehr sympathisch.

Anzeige

Ungewohntes, aber praktisches Format

Das Magnesium-Gehäuse des Surface Book 2 wirkt stabil, wertig und Apple-like verarbeitet. Nur dass – durch das Rundscharnier bedingt – eine Lücke bleibt zwischen Screen und Tastatur, wenn das Gerät zugeklappt ist, stört das perfekte Bild. Die hintergrundbeleuchtete Tastatur empfand ich als sehr angenehm.

Mit 3000 × 2000 Pixeln hat der 13.5-Zoll-Bildschirm ein ungewohntes, aber zum Arbeiten praktisches Format. Die Bildqualität ist in jeder Hinsicht hervorragend, und anders als seine Artgenossen zieht der Touchscreen kaum Fingerabdrücke an. Per Tastendruck einmal von der Basis entkoppelt, ist er ein vollwertiges Windows-Tablet, das für seine Grösse mit 700 Gramm überraschend leicht ist (das Gesamtpaket wiegt 1.5 Kilo).

Microsoft Surface Book 2
Surface Book 2: Mit 3000 × 2000 Pixeln hat der 13.5-Zoll-Bildschirm ein ungewohntes, aber zum Arbeiten praktisches Format.
Quelle: ZVG

Ausdauernder Rechner

Etwas schwach auf der Brust (und leise) sind hingegen die Lautsprecher. Schade auch, dass ein SIM-Kartenslot fehlt und die drei USB-Schnittstellen nicht auf dem allerneuesten Stand sind. Dafür punktet das Gerät mit einem SD-Karten-Leser – wichtig etwa für Fotografen. Bestes Kaufargument ist aber die Batteriedauer: Offiziell beträgt sie 17 Stunden. Das konnte ich nicht verifizieren, solange sitze nicht mal ich ununterbrochen am Laptop.

Klar aber ist: Der Surfacebook 2 brachte mich problemlos durch den Arbeitstag. Nerviges Detail: Weil die Kopfhörerbuchse oben am Bildschirmrand angebracht ist, baumelt das Kabel immer im Weg. Erfreulicherweise kommt das Gerät ohne Lüfter aus und arbeitet entsprechend lautlos.

Rechenleistung für normale Anwendungen hat es genug. Und wer richtig Power will, wählt eine der grösseren Konfigurationen mit neuestem i7-Prozessor und dezidierter Nvidia-Grafikkarte. Da kommen sogar Gamer auf ihre Kosten.

Fazit: Das Surface Book 2 ist ein edler, leistungsfähiger und vor allem ausdauernder Rechner für unterwegs. Für mich ist er nicht der beste Notebook (das bleibt der Macbook Pro), aber der beste 2-in-1.

Microsoft Surface Book 2
Info: www.microsoft.com/de-ch
Preis: ab 1785.- bei Digitec.ch

Bewertung: ★★★★☆

★ Technoschrott ★★ verzichtbar ★★★ nice to have ★★★★ cool ★★★★★ wegweisend