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Technologie 
Klapphandy reloaded: Jetzt kommt das faltbare Smartphone

Samsung
Faltbar: Samsung will künftig mit neuen Display-Technologien bei den Konsumenten punkten.Quelle: David Torcasso

Mit einem Smartphone zum Falten will Samung eine neue Display-Ära einläuten. Der Clou: Der faltbare Bildschirm ist ein Touchscreen.

David Torcasso
Von David Torcasso
09.11.2018

Es gibt bereits Laptops, die lassen sich auseinanderklappen, beziehungsweise «falten». Aber auch für Smartphones arbeiten Technologiehersteller seit Jahren an neuen Varianten und Funktionen von Displays. Allen voran an faltbaren Displays. Die entsprechenden Geräte nennen sich «Foldables».

Die Bildschirme von handelsüblichen Smartphones sind zwar durch das Verschwinden von Home-Buttons grösser geworden – und durch neue Technologien wie OLED auch schärfer in der Auflösung. Aber in der Aufmachung selbst haben sich Smartphone-Bildschirme bis anhin kaum verändert. Am Mittwoch hat der koreanische Technologieriese Samsung auf seiner Entwicklerkonferenz in San Francisco nun erstmals ein faltbares Smartphone präsentiert.

Noch keine Details

Samsung nennt den neuen Bildschirm «Infinity Flex Display». An der Konferenz am Mittwoch wurde davon auch ein Prototyp gezeigt. Dieser war jedoch von einer Hülle umschlossen und bei der Präsentation ins Dunkle gehüllt. Deshalb waren keine Details zu erkennen.

Das finale Gerät mit allen Details wird Samsung wohl in den nächsten Monaten präsentieren. Vermutlich gehört es zur Galaxy-Reihe. Das «Foldable»-Smartphone besitzt damit zwei Bildschirme: Einen normalen Bildschirm wie bei einem üblichen Smartphone auf der Coverseite. Nach dem Ausklappen vergrössert sich der Bildschirm auf 7.3-Zoll. 

Falten für Filme oder Karten

Damit soll das neue Samsung-Gerät wie ein normales Smartphone genutzt werden können, aber verwandelt sich bei Bedarf auch in ein Art «Tablet». Wenn man Karten lesen oder einen Film schauen wolle, dann könne man das Telefon einfach auseinanderfalten, erklärte Justin Denison von Samsung Mobile. «Es soll ein intuitives Experiment zwischen dem Cover- und dem Haupt-Display geben», so Denison. Auf dem «Foldable» sollen auch bis zu drei Apps gleichzeitig genutzt werden können.
Der Bildschirm ist dabei nicht aus Glas, sondern aus einem speziell entwickelten Polymer, das sich falten lässt.

Für die Koreaner war es wichtig, zu den ersten Herstellern zu gehören, die ein «Foldable» auf den Markt bringen. Deshalb wurde das faltbare Mobiltelefon bereits am Mittwoch an der alljährlichen Entwicklerkonferenz vorgestellt und nicht erst im Rahmen der neuen Produktpräsentation. Üblicherweise werden dort eher neue Software-Anwendungen vorgestellt und keine Geräte.

Mobile-Chef DJ Koh betonte an der Konferenz die Bedeutung von neuen Display-Technologien für das koreanische Unternehmen. Der Technologieriese hat in der Galaxy-Serie den Bildschirm bereits über den Rand hinausgezogen – durch das faltbare Telefon eröffnet sich nun eine weitere Dimension bei der Nutzung des Bildschirms.

Anscheinend will Samsung bei den Displays auch in Zukunft Standards setzen und sie zu einem Hauptmerkmal seiner neuen Mobiltelefonen machen: «In den nächsten Jahren werden unsere Displays noch beweglicher, flexibler und innovativer», verspricht Koh. 

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