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Die bekanntesten Champagner und Kellereien

Eine kleine Übersicht über die edelsten, teuersten und glamourösesten Champagnermarken: Wo werden sie produziert? Seit wann gibt es sie? Gehören sie zu einem Familienunternehmen oder sind sie Teil ein

Veröffentlicht 16.12.2011

Louis Roederer
1776 gründeten Vater und Sohn Dubois in Reims das Champagnerhaus. Später übertrugen sie das Unternehmen Nicolas Schreider. Louis Roederer, der tüchtige Neffe von Monsieur Schreider, trat als Partner in das Unternehmen ein und erbte es nach dem Tod des Onkels. Das Weingut ist seither im Besitz derselben Familie. Champagne Roederer besitzt Weinberge in den besten Lagen und das Anwesen umfasst etwa 200 Hektar Anbaufläche.

Lanson
Das Champagner-Haus Lanson, eine der ältesten Kellereien der Champagne, wurde 1760 von François Delamotte gegründet. 1798 übernahm sein Sohn, Nicolas-Louis Delamotte die Leitung der Kellerei. Ihm ist das Firmenemblem, das Malteserkreuz zu verdanken. Bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts zählte Lanson zu den bekanntesten Champagner-Häusern. Dann begann eine turbulente Zeit und Lanson wurde zum Objekt der Begierde von Investoren und Grossunternehmen. Heute gehört Lanson zur Groupe BCC (Boizel Chanoine Champagne).

Perrier-Jouët
Die Kellerei wurde 1811 von Pierre-Nicolas Perrier und seiner Frau Adèle Jouët gegründet. Das Unternehmen produziert heute ungefähr 3 Millionen Flaschen jährlich. Perrier-Jouët besitzt 266 Hektar Rebberge und gehört unter das Dach von Pernod Ricard.

Pommery Cuvée Louise
Bereits im Jahre 1979 hatte Prinz Alain de Polignac, der Ururenkel von Madame Pommery, eine Vorstellung von der Cuvée Louise. Umgesetzt wurden die Pläne für einen Luxus-Champagner aber erst 1986 mit dem Jahrgang 1980 zum Anlass des 150. Geburtstages des Hauses Pommery. Ausserdem wurde eine Cuvée Rosé aus dem Jahrgang 1982 ausgearbeitet. Die Assemblage ist minimalistisch, denn sie setzt sich nur aus drei Grands Crus zusammen.

Taittinger
Taittinger ist eines der letzten familiengeführten Häuser in der Champagne. Die Ursprünge reichen zurück ins Jahr 1734. Damals brachte Jacques Fourneaux, der Sohn eines Weinhändlers, die ersten Schaumweine auf den Markt. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Haus unter dem Antrieb von Jérôme, Nicolas und später Jérôme-Alexandre Fourneaux nach der 1789er-Revolution kontinuierlich weiter. Während des Ersten Weltkriegs war Henri Geoffroy für das Schicksal des Unternehmens verantwortlich, das 1918 in das Château des Comtes de Champagne verlagert wurde. Der Name des Schlosses steht seit Jahrzehnten für die Prestige-Cuvées dieser Marke.

Dom Pérignon
1823 kaufte Jean-Remy Moët die ehemalige Abtei Hautvillers, in welcher der Mönch Dom Pérignon gelebt hatte. Sieben Jahre später erwarb Moët & Chandon das Namensrecht an der Marke Dom Pérignon vom Haus Mercier. 1943 wurde die erste eigene Cuvée produziert. Diese unterschied sich deutlich von den anderen Champagnermarken von Moët & Chandon.

Laurent-Perrier
1812 lässt sich Alphonse Pierlot in Tours-sur-Marne auf den Parzellen «Plaisances» und «La Tour Glorieux» nieder und nimmt die Produktion des Champagner-Haus auf. Alphonse Pierlot vermachte das Geschäft seinem Kellermeister Eugène Laurent. Dieser leitete das Haus gemeinsam mit seiner Frau, Mathilde-Emilie Perrier. Heute bewirtschaftet das Haus zirka 64 Hektar Rebfläche bei einen jährlichen Absatz von rund 7,5 Millionen Flaschen Champagner.

Barons de Rothschild
1868 erwarb Baron James de Rothschild das Château Lafite. Drei Monate nach dem Kauf starb der Baron und seine drei Söhne Alphonse, Gustave und Edmond wurden Eigentümer. Lafite umfasste zu dieser Zeit 74 Hektar Reben. Ihre Nachfolge traten die Barone Edouard, Robert, James und Maurice de Rothschild an, gefolgt von Guy, Alain, Elie und Edmond de Rothschild.

Veuve Clicquot
1772 gründete Philippe Clicquot einen Weinhandel. Nach dem Tod seines Sohnes François übernahm dessen Frau Barbe-Nicole Clicquot-Ponsardin das Unternehmen. Barbe-Nicole Clicquot-Ponsardin schaffte es den Champagner an den Königshäusern in ganz Europa zu etablieren.

Moët & Chandon
Ab 1742 importierte Claude Moët (1683-1760) Wein aus der Champagne nach Paris. Über ein halbes Jahrhundert später kaufte das Unternehmen das ehemalige Kloster Hautvillers, in dem der Mönch Dom Pérignon das Produktionsverfahren des Champagners verfeinerte. Heute gehört die Kellerei Moët & Chandon im französischen Épernay zum Luxusgüterkonzern LVMH (Louis Vuitton Moët Hennessy).

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