29 Prozent der Ausgaben, die vermögende Menschen 2010 weltweit für Luxusgüter aufgewendet haben, fielen in die Kategorie Autos, Yachten und Privatflugzeuge. Dies halten die US-Bank Merrill Lynch und die Beraterfirma Capgemini in ihrem neusten «World Wealth Report» fest, der am Mittwoch publiziert wurde.

Als nächstes folgte Kunst, wohin 22 Prozent der so genannten «Käufe aus Leidenschaft» (Investments of Passion) gingen. Am meisten kauften Europäer und Lateinamerikaner. Kunst ist jenes Segment, das laut Merrill Lynch und Capgemini am ehesten auch als Wertanlage gesehen werden kann.

Schmuck, Edelsteine und Uhren erreichten ebenfalls einen Anteil von 22 Prozent an den Ausgaben der Reichen. Auch dabei könnten Anlagegedanken eine Rolle spielen: «Die Nachfrage nach Diamanten ist stabil», so Herbert Hensle von Capgemini. Dies deute darauf hin, dass Diamanten stärker zu Anlagen würden.

Für Weine, Antiquitäten, Münzen und andere Sammlerobjekte standen 2010 15 Prozent der Ausgaben. Sport schliesslich hatte einen Anteil von 8 Prozent. Unter dieser Kategorie sind auch die Summen enthalten, die Reiche ausgeben, wenn sie sich beispielsweise einen Fussballclub kaufen.

Zu den besten Kunden für die schönen und teuren Dinge des Lebens gehörten die Reichen aus den Schwellenländern. Der «World Wealth Report» zeigt: In Asien lebten erstmals mehr Reiche als in Europa.

(tno/sda)

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