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Mercedes SLK 350 BlueEfficiency: Muskeln für Frauenversteher

Bei Verfolgungsjagden macht der SLK 350 eine hervorragende Figur.

Von Dieter Liechti
am 11.03.2011
  • Motor: 3,5-Liter-V6
  • Leistung: 306 PS / 225 kW
  • Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (abgeregelt)
  • Beschleunigung: von 0 auf 100 km/h in 5,6 Sekunden
  • Richtpreis: ab 79 900 Franken

Na ja, feuchte Hände habe ich nicht ­gerade bekommen, als die Einladung für die Probefahrt im neuen Mercedes SLK auf meinem Pult landete. Okay, ein Mercedes. Okay, ein Roadster. Aber halt nicht der neue SLS Roadster, der ­übrigens auch am Auto-Salon in Genf mit Abwesenheit glänzt, sondern dessen Geschwisterchen. Dafür schien die Sonne auf Teneriffa. Und als der SLK nach dem Frühstück an der Atlantikküste auf mich zurollte, staunte ich nicht schlecht: Von vorne sieht die dritte Generation deutlich besser, sportlicher aus. Wo der Vorgänger seine Möchtegern-Formel-1-Nase devot vor dem Wind versteckte, ragt nun eine breite und hohe Kühlermaske aufrecht gegen den Himmel – mittendrin trägt der neue SLK den grossen Stern. Wie ein mutiger Sheriff. Das passt. Denn bei Verfolgungsjagden macht der SLK 350 eine hervorragende Figur. Mit der serienmässigen 7-Gang-Automatik spurtet der Frauenversteher – 40 Prozent der bisher 550 000 weltweiten Käufer sind Frauen – in weniger als sechs Sekunden auf Tempo 100. Dabei schüttelt der V6 die 306 PS so locker aus dem Ärmel wie Sheriff Wyatt Earp seinen Revolver aus dem Holster. Kein Zufall. Denn die Schwaben wollen mit dem mittlerweile dritten SLK vor allem Männer erobern. Und das funktioniert in dieser Liga auch heute noch in erster Linie über Pferdestärken und starkes Design. Doch weil man auch jüngere und modernere Menschen für den Mercedes SLK begeistern und das Durchschnittsalter der SLK-Kunden von 50 Jahren senken will, gibt es den Neuling ab Ende März nur als Blue­Efficiency. Das heisst: Dank Start-Stopp-Funktion und überarbeitetem V6-Motor sinkt der Verbrauch gegenüber dem Vorgänger um 24 Prozent auf 7,1 Liter für 100 Kilometer. Das sorgt für ein richtig gutes Gefühl. Apropos Gefühl: Wohlfühlen ist nun auch im hochwertigeren Interieur des SLK ­angesagt. Und wer tiefer ins Portemonnaie greift, bekommt ein Panorama-Vario­dach mit Magic Sky Control. Damit kann man das Glasdach auf Knopfdruck verdunkeln oder erhellen. Das tut dem Klima gut – zumindest im Innern des SLK. Fazit: Dass die Dachspielerei Frauen oder Männer von Audi (TT), BMW (Z4) oder Nissan (370 Z) weglocken wird, wage ich zu bezweifeln. Doch das hat Mercedes auch gar nicht nötig – das «bösere» Design und der bullige, aber deutlich sparsamere V6 genügen meines Erachtens vollends. www.mercedes-benz.de/new-cars

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