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Das X wird zum Münchner Erfolgszeichen

Unverkennbare DNA: Auftritt, Technik und Leistungen des BMW X3 wurden verbessert.

Der Neo-Amerikaner urbayerischer Abstammung trägt eine falsche Bezeichnung. Weil sich seine Zweitauflage dem grösseren Bruder X5 annähert, könnte man BMWs mittelgrossen SUV problemlos auch als X4 durc

Von Markus Köchli
10.03.2011

Für den Insider sind die Unterschiede zum bisherigen X3, der seit 2003 rund 614 000 Mal verkauft wurde und für die Münchner zur Erfolgsgeschichte wurde, deutlich: Der frische Auftritt ist zwar unverkenn- und BMWs X-Familie zuordenbar, dennoch ist das Blechkleid rundum neu gestaltet. So etwa die deutlich stärker konturierte Motorhaube, dazu auch die leicht keilförmigen Doppelscheinwerfer, aber auch die Heckpartie mit den neuen Leuchten in LED-Technik. Schon eher ein geschultes Auge braucht es hingegen, um die gegenüber dem Vorgängermodell breitere Spur (9 Zentimeter vorne, 8 Zentimeter hinten) zu bemerken, geschweige denn die Vergrösserung um 8 Zentimeter in der Fahrzeuglänge. Auch am Achsabstand wurde gefeilt – und gleichzeitig zur Verbesserung der Fahrwerksabstimmung, des Handling und des Komforts die Hinterachse aus dem 5er eingebaut. Mit einer Länge von 4,65 Metern nähert sich der Dreier damit dem X5 an (4,85 Meter). Dementsprechend grösser fühlt sich der Innenraum an.

Jetzt neu mit amerikanischem Pass
Und noch eine zweite Annäherung gibt es. Der neue X3 wird nicht wie bisher in Graz und damit in Österreich gebaut (die dortigen Kapazitäten beim 4×4-Spezialisten Steyr braucht BMW neuerdings für den Mini Countryman), sondern im amerikanischen Spartanburg in South Carolina. Im vor 16 Jahren eröffneten BMW-Werk läuft seit je der X5 vom Band; die Produktion wurde mit einer Investitionsoffensive von 700 Millionen Dollar auf das Zusatzvolumen X3 ausgeweitet. Zugegebenermassen auch, weil die Amerikaner nach wie vor auf grosse Autos stehen und viel weniger Distanz zu einer in Mitteleuropa nicht ganz unumstrittenen Fahrzeugklasse an den Tag legen.
«Je grösser, je besser» ist bei der Neuauflage allerdings nicht gleichbedeutend mit einem höheren Treibstoffverbrauch. Die BMW-Ingenieure machten ihre Hausaufgaben getreu der Markenphilosophie «Efficient Dynamics». Der 306 PS starke Reihen-Sechszylinder-Benzinmotor liess sich – im Winterbetrieb – mit einem Durchschnittsverbrauch von 9 Litern fahren. Auf einen noch besseren Wert kommt der Vierzylinder-Diesel mit einer Leistung von 190 PS. Er soll sich gemäss Werksangaben mit 5,6 Litern Diesel auf 100 Kilometer begnügen. Ob dieser Verbrauch realistisch ist, muss sich im schweizerischen Alltagsverlehr allerdings zuerst noch bestätigen.

 

BMW X3 XDrive 35i
Motor: Sechszylinder-Benzinmotor mit 2979 cm3 Hubraum
Leistung: 225/306 kW/PS bei 5800 U/min
Max. Drehmoment: 400 Nm bei 1300 U/min
Masse: 4,65 × 1,88 × 1,66 m
Gewicht: 1880 kg (leer)
Verbrauch: 9 Liter/100 km (kombiniert)
Energieeffizienz: Kategorie D
Preis: 77 600 Fr. (Basispreis), 106 480 Fr. (Testwagen)
Testwagenlieferant: BMW (Schweiz) AG, Dielsdorf

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