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Auto-wechsel-dich: So funktioniert die Mercedes-Flatrate

Daimler
Die S-Klasse – oder doch die C-Klasse: Kunden können beim Abo von Mercedes zwischen zwölf Modellen wählen.Quelle: Keystone .

Wer öfter mal das Auto wechseln will, kann nun bei Mercedes ein Auto-Abo abschliessen. Porsche, Cadillac und BMW machen in den USA bereits vor wie es geht.

Veröffentlicht 09.03.2018

Die deutschen Autobauer BMW und Mercedes haben bereits an der Detroit Motor Show im Januar neue Auto-Abos für die USA angekündigt: Anstatt ein Auto zu kaufen oder zu leasen haben Kunden die Möglichkeit, bei einem Auto-Abo zwischen verschiedenen Modellen abzuwechseln. 

Dieser Trend für eine neue Nutzung von Autos ist jetzt auch nach Europa geschwappt. Den Anfang macht Daimler: Als erster Automobilhersteller bietet der Autobauer aus Stuttgart eine «Auto-Flatrate» in Deutschland an, wie das Onlineportal «Gründerszene» berichtet. Daimler lanciert das Autoabo unter dem Namen «Mercedes me Flexperience» zunächst mit zwei grossen Vertragshändlern.

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Bis zu zwölf Autos in einem Jahr

In den USA bieten bereits mehrere Automarken solche Angebote: So testet Porsche mit Kunden Monatsraten, die zwischen 2000 und 3000 Dollar pro Monat kosten und von denen es eine Auswahl aus 22 Modellen gibt. Mit «Book by Cadillac» können Kunden in New York, Dallas und Los Angeles ein ähnliches Modell nutzen. Das Startup «Fair.com» bietet alle fünf Tage einen Modellwechsel. 

Daimler möchte in Deutschland ähnlich vorgehen: «Bis zu zwölf Mal im Jahr kann das Fahrzeug getauscht werden», sagt Susanne Hahn, Leiterin des konzerneigenen Inkubators «Lab1886» gegenüber «Gründerszene». Dabei könnten Kunden zwischen A, C, E, und S-Klasse wählen. «Die Raten für das Abo betragen zwischen 750 und 1800 Euro», sagt Susanne Hahn. Vorgesehen sind zudem Upgrade-Optionen. Die Rate umfasst Versicherung, Wartung und Reparaturen. 

Digitaler Schlüssel

Die Buchung eines Autos bei dem Abo-Modell soll komplett digital über eine App erfolgen. Auch die Schlüsselübergabe geschieht online. Man wolle sich dem allgemeinen Trend – Nutzen statt Besitzen – nicht verschliessen, so Hahn gegenüber «Gründerszene». Die Fahrzeuge in dem Abo seien höchstens sechs Monate alt und würden über einige Extras verfügen.

Die Idee des Auto-Abos hat in den letzten Monat an Fahrt gewonnen. Bis ein solches Auto-Abo eines renommierten Herstellers in der Schweiz eingeführt wird, ist es wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit.

(tdr)