Das Auktionshaus Sotheby's Zürich hat am Dienstag «Schweizer Kunst» für über 10 Millionen Franken versteigert. Allein das Ölgemälde «Die Dents Blanches» von Ferdinand Hodler war einem Telefonbieter 3,3 Millionen Franken wert, wie Sotheby's mitteilte. Bei dem Spitzenlos der Auktion, das auf 3 bis 4 Millionen Franken geschätzt worden war, handelt es sich um eines der Bergporträts, die Hodler 1916 malte, während er seine Frau Berthe im Walliser Bergdorf Champéry besuchte. Das Ölgemälde ist 69,5 auf 87,5 Zentimeter gross.

Teurer Giacometti

Auch ein Frühwerk Hodlers, die Studie «Schafe am Sentier des Saules» aus dem Jahr 1878, erzielte einen hohen Preis, der allerdings leicht unter dem Schätzwert lag. Das Bild wechselte den Besitzer für 845'000 Franken. Zum selben Preis wurde auch das Gemälde «Gummfluh» von Cuno Amiet versteigert. Der höchste Preis für ein zeitgenössisches Kunstwerk wurde für ein Werk von Fritz Glarner bezahlt, das zwischen 1950 und 1951 gemalt worden war. «Pelational Painting Tondo No. 18» ist ein Teil eines Rundbildes und erzielte 821'000 Franken.

413'000 Franken zahlte ein Käufer für «Vorfrühling in Stampa» von Giovanni Giacometti aus dem Jahr 1911, drei weitere Giacometti-Werke erzielten Preise zwischen 200'000 und 300'000 Franken. Insgesamt wurden 132 Werke schweizerischen Kunstschaffens vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart präsentiert. Der Gesamtwert der versteigerten Werke beträgt laut Mitteilung 10,18 Millionen Franken. Sotheby's Zürich hat in diesem Jahr allein mit Schweizer Kunst 22,75 Millionen Franken umgesetzt.

(sda/ama)

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