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Börse 
VW-Skandal treibt den Preis von Palladium in die Höhe

Abgas-Skandal bei VW: Platin und Palladium reagieren unterschiedlich.  Keystone

Ein Skandal in der Automobilindustrie, eine zurückhaltende Fed-Chefin und Sorgen um Chinas Wirtschaftswachstum: Das waren die Rohstofftreiber der vergangenen Woche.

Veröffentlicht 28.09.2015

Das grosse Thema letzte Woche war eindeutig der Abgas-Skandal bei Volkswagen, der sowohl die Aktienmärkte schwächte, als auch eine heftige Reaktion bei Metallen der Platingruppe auslöste. Die Abgasmanipulation bei Dieselmotoren hat zu Spekulationen um die Zukunft dieser Motorenart geführt.

Da Platin eine Schlüsselkomponente bei Dieselkatalysatoren ist, und Palladium die gleiche Funktion bei Benzinmotoren innehat, kam es zu einer dramatischen Divergenz zwischen diesen beiden Metallen. Während Platin auf ein neues Sechs-Jahres-Tief gesunken ist, konnte Wochensieger Palladium rund zehn Prozent zulegen.

Gold im Banne der Fed

Gold konnte seine Gewinne im Anschluss an die Fed-Sitzung vom 17. September halten – trotz eines stärkeren Dollars und einer neuen Zurückhaltung bezüglich einer Zinsanhebung der Fed. Der kurzfristige Gold-Ausblick wird von der Gesundheit der Weltwirtschaft abhängen und ihrem Einfluss auf die Aktien- und Anleihenmärkte.

Zusätzlich beschäftigt die Märkte nach wie vor, ob und wann die Fed die Zinswende einleitet. Sollte das gelbe Metall sein August-Hoch von 1.170 Dollar pro Feinunze übertreffen, könnte der Gold-Preis noch weiter steigen. Bei einem erneuten Kurssturz unter die Marke von 1.100 Dollar pro Feinunze könnte es jedoch zu einem neuen Ausverkauf kommen.

Ölanpassung möglich

Die Ölmärkte setzen ihre Erholung nach den massiven Schwankungen in den vergangenen Monaten fort. Das Hauptthema ist weiterhin das Überangebot, das von der steigenden Opec-Produktion verursacht wird. Dennoch hat es in den vergangenen Wochen zunehmend Anzeichen dafür gegeben, dass die Ölpreise mittlerweile so tief gesunken sind, dass eine Anpassung auf der Angebotsseite ausgelöst werden könnte. So eine Anpassung könnte laut der International Energy Agency im kommenden Jahr die grösste Non-Opec Angebotsreduktion seit 24 Jahren auslösen. Dies kann bis Ende 2016 zu einer Erholung der Preise führen.

Die Kontributoren sind externe Autoren und wurden von bilanz.ch sorgfältig ausgewählt. Ihre Meinung muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

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