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Tiefer Ölpreis bringt Haushalte in Gefahr

Ölförderung in Saudi-Arabien: Dem Ölstaat macht der tiefe Preis zu schaffen.  Keystone

Der Ölpreis macht den Ölstaaten zu schaffen: Ihre momentane Situation ist desaströs, denn ihre Finanzhaushalte sind weitgehend vom Öleinkommen abhängig.

Kommentar  
Von Werner-Josef Gartner
25.08.2015

Der Ölpreis sinkt moment wie zu Beginn des Jahres erheblich. Derzeit kostet ein Barrel von 159 Liter etwa 40 Dollar und ist damit auf einen Stand wie seit 2008 zurückgefallen.

Es gibt derzeit zu viel Öl, das auf den Weltmeeren in grossen Tankern schwimmt. Dazu kommt Öl aus den Vereinigten Staaten von Amerika, das mit der Fracking-Methode gefördert wird. Innerhalb der Opec machen die arabischen Staaten keinen Anschein, sich von der Fördermenge verabschieden zu wollen. Denn Öl ist dort eine der wichtigsten Einnahmequelle für ihren Finanzetat.

Ein höherer Ölpreis wäre für ölabhängige Staaten wichtig

Der Ölstaat benötigt dringend die Einnahmen um den Staatshaushalt auszugleichen. Über Jahre sind die Begehrlichkeiten der Menschen gewachsen und zwingen nun das Königreich zu Sparmassnahmen. Den schwelgerischen Luxusausgaben des Hofes wird zunehmend Einhalt geboten. Für einen ausgeglichenen Etat wird ein Ölpreis von 106 Dollar benötigt.

Auch Russland, das von den Öleinnahmen lebt, muss seine Erwartungen weiter zurückschrauben. Dazu kommen die Sanktionen, die der Westen verhängt hat. Diese hinterlassen schon seit Monaten enorme Furchen im Staatshaushalt. Der Kreml könnte deshalb die Oligarchen zur Kasse bitten, die bisher üppig vom System gelebt haben und Gelder zur Sanierung des Haushalts heranziehen, die sich im Ausland befinden.

Die Kontributoren sind externe Autoren und wurden von bilanz.ch sorgfältig ausgewählt. Ihre Meinung muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

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