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Starker US-Dollar bringt Rohstoffsektor ins Stocken

Starker US-Dollar bringt Rohstoffsektor ins Stocken
Kupfer: Könnte sein Jahrestief unterschreiten. Keystone

Der starke US-Dollar hat eine vierwöchige Rallye des Rohstoffsektors ins Stocken gebracht. Der Energiesektor litt hingegen zuletzt unter einem schwächelnden Gaspreis.

Kommentar  
Von Ole Sloth Hansen
2016-10-26

Der anhaltend starke US-Dollar hat eine vierwöchige Rallye des Rohstoffsektors ins Stocken gebracht. Grund für die aktuelle Stärke des Greenbacks sind gestiegene Erwartungen hinsichtlich einer Leitzinserhöhung der Fed sowie anhaltende geldpolitische Stimuli der EZB und Bank of Japan.

Der chinesische Yuan fiel derweil auf ein Sechs-Jahrestief. China ist bereit, auf strauchelnde Exporte mit einer weiteren Schwächung seiner Währung zu reagieren.

Der Bloomberg Rohstoffindex fiel um 0,5 Prozent. Das entspricht fast dem Wert, den der US-Dollar gegenüber diesem Rohstoffkorb zulegen konnte.

Neben schwachen chinesischen Industrie- und Importzahlen ist der starke US-Dollar auch für die jüngste Schwäche von Kupfer verantwortlich. Derzeit testet das Schwermetall die untere Grenze eines Dreiecks aus. Sollte diese durchbrochen werden, könnte Kupfer sein Jahrestief von 1,97 USD pro Pfund unterschreiten.

Seitwärtsbewegung bei Gold

Unterdessen haben sich Edelmetalle nach ihrem Abverkauf Anfang Oktober weiter stabilisiert. Gold bewegte sich seitwärts, da der massiver Verkaufsdruck seitens der Fonds nachliess.

Von der steigenden Nachfrage nach physischem Gold aus Indien und China sowie ETFs, die weiterhin ihre Goldbestände aufstocken, geht zwar ein positiver Effekt aus. Dies wird allerdings vom steigenden US-Dollar konterkariert.

Allerdings zeigt die Entwicklung des Goldpreises der vergangenen Woche, dass der Markt allmählich wieder bereit ist, auf positive Nachrichten einzugehen. Die Marke von 1.280 US-Dollar pro Feinunze muss allerdings durchbrochen werden, damit sich der technische Ausblick nachhaltig verbessert.

Opec-Initiative belastet den Ölpreis

Der Energiesektor litt in der vergangenen Woche unter einem schwächelnden Gaspreis. Ausserdem ist die seit Monaten andauernde Ölrallye zum Stillstand gekommen. Der Markt hat mittlerweile den Erfolg der von der Opec angeführten Initiative eingepreist.

Die Details der Produktionskürzungen werden beim nächsten Opec-Meeting am 30. November verkündet. Vor und insbesondere nach diesem Treffen sehen wir die Risiko-Ertrags-Kurve für Öl eher nach unten gleiten.

Schliesslich ist ein Abkommen zu Produktionskürzung nur erfolgreich, wenn darauf eine klare Umsetzungsstrategie folgt. Ausserdem hat die Opec im Bezug auf frühere Vereinbarungen die Produktion zu kürzen, nicht gerade eine erfolgreiche Bilanz.

Die Kontributoren sind externe Autoren und wurden von bilanz.ch sorgfältig ausgewählt. Ihre Meinung muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

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