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Börse 
Schwacher Dollar treibt Rohstoffindex in die Höhe

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US-Ölraffinerie: Schwächerer Dollar macht den Rohstoffsektor attraktiver.  Jim Bowen/CC/Flickr

Die Erholung des Rohstoffsektors setzte sich in der vergangenen Woche fort. Grund hierfür ist die negative Korrelation mit dem Dollar, die dem Sektor einen allgemeinen Schub verpasste.

Kommentar  
Von Ole Sloth Hansen
2016-03-30

Diese Erholung wurde durch das überraschend gemässigte Statement im Anschluss an das Treffen des Federal Open Market Committee (FOMC) am Mittwoch ausgelöst. Dort wurden die Erwartungen an das Tempo einer US-Zinsanhebung 2016 gezügelt, was den Dollarkurs drückte und die Investoren in den Rohstoffsektor trieb.

Rohöl befindet sich weiter auf Konsolidierungskurs. Zum ersten Mal in diesem Jahr stieg die Ölsorte WTI über die Marke von 40 Dollar pro Barrel. Angetrieben wurde dies durch den schwächeren Dollar, anhaltende Produktionskürzungen in den USA und wachsende Öl-Lagerbestände.

Ölmärkte im Rennen gegen die Zeit

Das für den 20. April neu anberaumte Treffen zwischen Opec- und Nicht-Opec-Mitgliedern in Doha kann zudem den Weg für die Verkündung einer Förderungsdeckelung ebnen. Mit ihrer Hoffnung, dass sich der Ölpreis mit der Zeit erholen wird, befinden sich die Ölmärkte in einem Rennen gegen die Zeit.

US-Förderkürzungen und eine, wenn auch geringer als zuvor, bestehende Nachfrage werden wahrscheinlich den Ausschlag geben. Sobald dies eintritt, dürfte sich der Marktfokus von einer Über- zu einer potentiellen Unterversorgung in den kommenden Jahren verschieben.

Gold kann nicht ganz mithalten

Nach der erfreulichen Korrektur auf 1.227 Dollar pro Feinunze konnte auch Gold vom jüngsten FOMC-Statement profitieren und eine starke Rallye verbuchen. Die Nachfrage von Investoren als Unterstützungsfaktor kommt hier hinzu. Diese sind aufgrund der wachsenden Menge an Staatsanleihen, die zu negativen Zinsen gehandelt werden, zunehmend desillusioniert.

Dass Gold angesichts eines schwächeren Dollars und langsamerer US-Zinsschritte aber kein neues Hoch erreichen konnte, ist ein Indikator dafür, dass eine längere Konsolidierungsphase beim gelben Metall nötig ist.

Die Kontributoren sind externe Autoren und wurden von bilanz.ch sorgfältig ausgewählt. Ihre Meinung muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

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