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Kein Bedarf an «sicheren Häfen»

Kein Bedarf an «sicheren Häfen»
Gold: Die Stimmung hat sich extrem ins Negative gedreht.  Bloomberg

Fehlende Inflation, steigende Anleihenrenditen, ein teurerer Dollar und wachsende Erwartungen an eine Zinswende in den USA - dies hat zu einem Exodus aus Goldinvestments geführt.

Kommentar  
Von Ole Sloth Hansen
2015-08-19

In den vergangenen Monaten hat sich die Stimmung gegenüber Gold und anderen Edelmetallen extrem ins Negative gedreht. Nirgendwo ist das klarer zu sehen als an den Terminmärkten, wo die Hedgefonds in den vergangenen Monaten zunehmend bärisch agierten.

Als Ergebnis sehen wir jetzt, dass sich zum ersten Mal seit der Datenerfassung in 2006 die Netto-Gold-Futures und Optionen im negativen Bereich bewegen. Auch die Beteiligungen an goldbesicherten ETFs sind im Juli um 63,6 Tonnen geschrumpft. Eine monatliche Reduktion in dieser Grösse haben wir zuletzt im zweiten Quartal 2013 gesehen.

Erholung in Sicht

Im aktuellen Quartalsausblick der Saxo Bank wurde darauf hingewiesen, dass es zunächst zu weiteren Schwächen kommen kann, bevor es zum Ende des Jahres wieder besser wird. Wir sehen die mögliche Zinsanhebung in den USA weiterhin als eine gute Kaufgelegenheit, da die Zinswende einige Unsicherheiten beseitigen wird, die sich in den vergangenen Monaten angehäuft haben.

Sollte der Goldpreis jedoch nachhaltig unter die Marke von 1,090 Dollar pro Feinunze fallen, wird auch die Saxo Bank gezwungen sein ihr Goldpreisziel von 1,275 Dollar pro Feinunze nach unten zu korrigieren.

Die Kontributoren sind externe Autoren und wurden von bilanz.ch sorgfältig ausgewählt. Ihre Meinung muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

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