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Iran-Abkommen schüttelt Ölmärkte durch

Iran-Abkommen schüttelt Ölmärkte durch
Iran: Für die Ölmärkte bedeutet das Abkommen eine weitere Ölquelle.

Der Dollar steigt, die Gefahr eines Zusammenbruchs Griechenlands vorerst gebannt und das Iran-Abkommen steht - die Folge: die Rohstoffpreise sinken.

Kommentar  
Von Ole Sloth Hansen
2015-07-21

Der Edelmetall-Sektor hat nun vier Wochen in Folge rote Zahlen geschrieben. Gold ist im Laufe des Juli wie ein Pendel hin und her geschwungen, als Antwort auf die Griechenland-Krise, die Volatilität der chinesischen Aktienmärkte und die Spekulation bezüglich der ersten US-Zinsanhebung. Dennoch bleibt die Saxo Bank bezüglich des gelben Metalls positiv. Wir rechnen damit, dass Gold nicht unter die Marke von 1.080 Dollar pro Barrel fällt und sich bis zum Ende des Jahres wieder stabilisiert.

Iranisches Öl

Für die Ölmärkte bedeute das Iran-Abkommen eine weitere Ölquelle, die den ohnehin schon übersättigten Markt überspült. Die erste Reaktion war ein Verkauf der Sorte WTI bis zur psychologisch wichtigen Marke von 50 Dollar pro Barrel. Als jedoch klar wurde, dass die Märkte die direkten Auswirkungen des neuen iranischen Öls erst im kommenden Jahr zu spüren bekommen, hat sich die Situation wieder etwas entspannt.

Dennoch zeigen weder Saudi-Arabien noch der Irak irgendwelche Absichten, ihre Rekordproduktion zu zügeln, um dem iranischen Öl etwas Raum zu schaffen. Der Iran wird entschlossen sein, seinen Platz als zweitgrösster Produzent der Opec-Staaten hinter Saudi-Arabien wiederzuerlangen. Dies könnte zu neuen Spannungen innerhalb der Gruppe führen, insbesondere wenn die Fundamentaldaten nicht für eine verstärkte Nachfrage sprechen.

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