Im 21. Jahrhundert gelten bezüglich der Unternehmensführung andere Realitäten. Der nur rational geprägte «homo oeconomicus»-Ansatz bewährt sich nicht mehr. Vorbei ist die Periode der rein technokratisch-rational geprägten faktenorientierten Unternehmensführung, welche sich oft in der Erzielung des maximalen Gewinns manifestierte.

Arbeitneh­mer der Generation Y stellen die Sinnfrage und wollen nicht nur das Geld. Die jüngeren Mitarbeitenden fragen immer mehr nach dem Warum. Sie suchen klare Wertvorstellungen. Firmen haben deshalb emotionaler zu agieren. Ja, sie müssen ihren eigenen Ursprung und ihre «Seele» aktiver gestalten.

Zwei Ausprägungen integrieren

Gefragt ist somit eine Erweiterung des klassischen Manage­ment-Verständnisses um eine essentielle-innovative-emotionale Dimension. Firmen sollten sich auf das Wesentliche im Unterneh­men zurückbesinnen und vorleben, dass der Erfolg durch einen Fokus auf die eigene DNA möglich wird. Intuition und Emotionen bekommen Relevanz. Sie sind das Salz in der Suppe und verleihen die am Markt benötigte Einzigartigkeit.

Zentral für eine erfolgreiche Umsetzung des neuen Managementstils ist die Marktpositionierung des Unternehmens, wo in verdichteter Form des Firmenauftrittes ein leicht erkennbares Symbol verwendet wird.

Einige Unternehmen haben dies toll geschafft. Apple, Mammut, Mercedes, Nike, Nestlé und Swiss sind alles beispielhafte Unternehmen mit stark symbolischer Ausrichtung, die ein ein­prägsames «Stammes-Zeichen» haben.

Noch mehr Vordenker und Vorbilder sein

Mehr emotionale und intuitive Führung ist eine Herausforderung, die persönlich vorzuleben ist. Mitarbeitende, Kunden, Lieferanten, Partner, etc. sind dafür zu gewinnen, loyal diesen Werten zu folgen.

Eine Firma kann nur dann auf Dauer unternehmerische Spitzenleistungen erbringen, wenn sie ihre Eigenständigkeit authentisch im Markt positioniert. Zurück zum Ursprung ist gefragt: In Richtung «mehr Seele», bevor­zugt über Urbilder und Ur-Symbole. Das neue Denken und Handeln hat sich an der betrieblichen Essenz auszurichten.

Erfolgsrelevant bleibt einzig und allein die Tat, und zwar was im Management-Team mit viel Energie und einer emotionalen Kommunikation umgesetzt wird

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