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Börse 
Erholung im Rohstoffsektor hält an

Erholung im Rohstoffsektor hält an
Wochensieger: Erdgas profitierte vom US-Wetter. Keystone

Der Rohstoffsektor hat sich weiter erholt und liess den Bloomberg Rohstoffindex auf ein Sieben-Monats-Hoch klettern. Wer der Wochensieger war und was dem Goldpreis überraschend zugute kam.

Kommentar  
Von Ole Sloth Hansen
2016-06-10

Während sich die Ölpreise rund um die Marke von 50 Dollar pro Barrel stabilisiert haben, versuchten sich die Edelmetalle durch Unterstützung der schlechten US-Arbeitsmarktzahlen zu erholen. Auch der Agrarsektor hat stetig zugelegt und ist seit dem März-Tief rund 22 Prozent gestiegen. Grund dafür ist die starke Performance von Zucker und insbesondere Sojabohnen. Wochensieger war Erdgas, das von Meldungen profitierte, dass das US-Wetter in den kommenden Wochen wärmer wird als erwartet. Steigende Temperaturen kurbeln den Kühlungsbedarf an und somit auch die Erdgasnachfrage.
 
Der Goldpreis hat von überraschend schwachen US-Arbeitsmarktdaten profitiert. Im Mai wurden nur 38'000 neue Jobs geschaffen, im Gegensatz zu erwarteten 160'000 neuen Arbeitsplätzen. Das war der schwächste Monat seit August 2011. Die zuvor den ganzen Mai über grassierende Edelmetallschwäche basierte insbesondere auf dem starken Dollar und der Angst vor einer neuen Zinserhöhung seitens der Fed. 

Insbesondere Gold ist dadurch in Mitleidenschaft gezogen worden und hat über ein Drittel seiner Gewinne der vergangenen Monate wieder abgegeben. Aus einer technischen Perspektive hat Gold bislang an der Marke von 1.205 Dollar pro Feinunze Unterstützung gefunden – der ersten kritischen Unterstützungsmarke vor 1.175 und 1.145 Dollar pro Feinunze. Unterdessen wäre ein Anstieg über 1.240 Dollar pro Feinunze ein erstes Signal dafür, dass der Boden erreicht ist.

Opec-Meeting ohne die üblichen Unstimmigkeiten 

Für die Ölmärkte stand vergangene Woche das Opec-Meeting im Fokus. Das Treffen endete ohne die üblichen Unstimmigkeiten, an die wir uns mittlerweile gewöhnt haben. Auch wenn keine Produktionskürzungen beschlossen wurden, gibt es aktuell keine Notwendigkeit für Initiativen, da der Markt auf einem guten Weg zu einer Balance ist.

Während es in den vergangenen Wochen an den Ölmärkten ruhig zuging, ist nun ein Nachfrageanstieg zur Absicherung nach unten mittels des Optionsmarktes zu verzeichnen. Die Differenz zwischen dem, was die Händler für Puts im Vergleich zu Calls zahlen, ist gestiegen und hat die Volatilitätskurve auf die Put-Seite gedreht.

Die Kontributoren sind externe Autoren und wurden von bilanz.ch sorgfältig ausgewählt. Ihre Meinung muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

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