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Börse 
Eine unheimliche Ruhe beherrscht die Ölmärkte

Eine Öl-Raffinerie in Iran: Eine Exportsteigerung könnte die Märkte mit weiterem Öl fluten.Keystone

Der Bloomberg-Rohstoffindex hat sich im Juni bislang nur seitwärts bewegt. Wenn wir uns jedoch die einzelnen Rohstoffsektoren anschauen, sind einige grosse Ausschläge zu erkennen.

Kommentar  
Von Ole Sloth Hansen
30.06.2015

In der vergangenen Woche hat der Bloomberg-Rohstoffindex einen leichten Verlust von 0,8 Prozent verzeichnet, Die Gewinne bei Edelmetallen konnten die Verluste bei Industriemetallen und Agrarrohstoffen nicht ganz auffangen. Der Index der Londoner Metallbörse (LMEX), der die fünf wichtigsten Industriemetalle abbildet, ist vergangene Woche auf ein Sechs-Jahres-Tief gesunken. Ein Grund dafür sind die jüngsten Versuche der chinesischen Regierung die heimische Wirtschaft anzukurbeln, die bislang jedoch nur zu einer Blasenbildung am Aktienmarkt geführt haben.

Goldpreis ist zurückgekehrt

Der Goldpreis ist in der vergangenen Woche wieder an die Marke von 1.200 Dollar pro Feinunze zurückgekehrt. Das Federal Open Market Committee-Meeting in der vergangenen Woche hat die Erwartungen an das Tempo einer US-Zinsanhebung gezügelt und den Goldpreis unterstützt. Dennoch bedarf es nach wie vor eines klaren Impulses, um das gelbe Metall aus der eingefahrenen Handelsspanne ausbrechen zu lassen.

Eine ruhige Woche für den Energiesektor

Auch für den Energiesektor war es eine ruhige Woche. Seit mehreren Wochen schon herrscht eine unheimliche Ruhe an den Ölmärkten. Beide Ölsorten WTI und Brent bewegen sich innerhalb einer sehr engen Handelsspanne. Zwar steigt die globale Nachfrage, aber mit ihr auch das Angebot aufgrund der Rekordproduktion der Opec-Mitglieder. Sollten die Atom-Verhandlungen mit dem Iran positiv verlaufen, könnte eine Exportsteigerung Irans die Märkte mit weiterem Öl fluten. Somit bleibt das Aufwärtspotential bei der Sorte WTI und insbesondere bei Brent weiterhin beschränkt.

Die Kontributoren sind externe Autoren und wurden von bilanz.ch sorgfältig ausgewählt. Ihre Meinung muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

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