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Börse 
Bloomberg Rohstoffindex erreicht Drei-Monats-Hoch

Bloomberg Rohstoffindex erreicht Drei-Monats-Hoch
Öl: Eine weitere Preiserholung würde falsche Anreize setzen.  James Halliday/CC/Flickr

Nach drei Wochen seitwärts ging es für den Bloomberg Rohstoffindex vergangene Woche nach oben. Grund war der starke Energiesektor – mit grossen Gewinnen bei Gas und Öl. Damit steigt aber ein Risiko.

Kommentar  
Von Ole Sloth Hansen
2016-03-15

Nach dem Blick in den Abgrund Mitte Januar gehen nun viele Marktbeobachter, darunter auch die International Energy Agency, von einer Bodenbildung beim Ölpreis aus. Grund dafür sind die gestiegene US-Nachfrage nach Benzin und Versorgungsstörungen innerhalb der Opec. Dies hat den Anstieg der Öl-Lagerbestände und die Sorgen darüber, dass das Treffen am 20. März zwischen der Opec und Russland bezüglich einer Förderkürzung enttäuschen könnte, mehr als wettgemacht.
 
Gold profitierte von neuen geldpolitischen Stimuli der EZB und stieg auf ein Ein-Jahres-Hoch. Entgegen allen Erwartungen konnte der Euro in diesem Zuge gegenüber dem Dollar zulegen. Hedgefonds haben zwar ihre seit acht Wochen andauernde Kaufrallye gestoppt, was nicht auf Investoren bei ETF-Produkten zutrifft. Diese haben weitere Kurssteigerungen schon erwartet.

Gold auf Gewinnerseite

Nach einer zwischenzeitlichen Preiskorrektur vergangene Woche konnte Gold wieder 50 Prozent seiner kürzlichen Rallye gutmachen und fand bei 1.237 Dollar pro Feinunze Unterstützung. Panikverkäufe konnten in diesem Zuge keine festgestellt werden. Die Ansicht wird damit bestätigt, dass sich die Psychologie am Markt trotz Faktoren wie anziehenden Aktienmärkten und stabilisierenden Rohstoffpreisen zugunsten von Gold gewandelt hat.
 
Die Ölsorte Brent kletterte unterdessen nahe an die Marke von 41,50 Dollar pro Barrel und hat damit die Hälfte seines Abverkaufs seit letztem Oktober wieder aufgeholt. Die Seitwärtsbewegung in der vergangenen Woche deuten allerdings darauf hin, dass eine Widerstandsmarke erreicht wurde.

Höhere Preise wären kontraproduktiv

Eine Rallye weit in den  Bereich um 40 Dollar pro Barrel dürfte kontraproduktiv sein, da sie eine Steigerung der Öl-Förderungen attraktiv erscheinen lassen könnte. Dies wäre zu einem Zeitpunkt der Fall, in dem lediglich erste Hinweise einer Entspannung der globalen Überversorgung zu erkennen sind. Einmal mehr besteht das Risiko, dass sich die Marktentwicklung von den Fundamentaldaten abgekoppelt hat, was die Chance einer Preiskorrektur vergrössert.

Die Kontributoren sind externe Autoren und wurden von bilanz.ch sorgfältig ausgewählt. Ihre Meinung muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

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