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Ausnahmewoche an den Rohstoffmärkten

Ausnahmewoche an den Rohstoffmärkten
Gold: Das gelbe Edelmetall konnte ein Einjahreshoch verzeichnen.  G.A.I. Newman/CC/Flickr

Dank einer starken Woche an den Rohstoffmärkten konnte der Bloomberg-Rohstoffindex um 2,4 Prozent zulegen. Beflügelt wurde diese positive Entwicklung besondere durch kräftige Gewinne in einem Bereich.

Kommentar  
Von Ole Sloth Hansen
2016-03-15

Beim Industriemetall besteht die begründete Hoffnung, dass der ab dem 5. März tagende Nationale Volkskongress in der VR China weitere Schritte zur Stärkung der heimischen Wirtschaft des weltgrössten Metallverbrauchers unternimmt. Angesichts starker US-Arbeitsmarktdaten und anziehender Aktienmärkte in den Industrie- und Schwellenländern scheint die Unterstützung für Gold zu bröckeln, obwohl das gelbe Metall in der vergangenen Woche auf ein Einjahreshoch kletterte.

Bei Gold wird derzeit jeder Kursrücksetzer als Kaufgelegenheit angesehen. Daher setzen Händler und Investoren weiterhin auf das Edelmetall. Bislang sind im Jahresverlauf mehr als sieben Milliarden Dollar in Gold-ETFs geflossen. Es handelt sich dabei um die grösste Rallye seit Beginn des Quantitative Easings der US-Notenbank seit Anfang 2009.

Historische Rückblende

All dies erinnert an die Goldrallye Anfang dieses Jahrzehnts. Angesichts eines stagnierenden Dollars und negativer Anleihezinsen befürchten Anleger, das Momentum zu verpassen und haben sich nach alternativen Investments umgeschaut. Dieses haben sie in Gold gefunden und wurden seit der US-Zinswende im Dezember 2015 mit rund 20 Prozent Gewinn belohnt. Nachdem der Widerstand von 1.250 Dollar pro Feinunze klar gebrochen wurde, wird mit 1.308 Dollar pro Feinunze das Hoch aus 2015 der nächste wichtige Schritt.

Mit der dritten positiven Woche in Folge hat sich der allgemeine Ausblick bei Öl weiter verbessert. Trotz negativer Fundamentaldaten deuten Händler die anhaltenden US-Produktionskürzungen und Beeinträchtigungen der Förderung innerhalb der Opec als positiv.

Grundlage unsicher

Das Meeting zwischen Opec und Non-Opec-Produzenten am 20. März lässt zudem auf eine Produktionsobergrenze hoffen. Ferner zeigen die derzeitigen Entwicklungen, dass sich Märkte anders entwickeln können, lange bevor sich der makroökonomische Ausblick verbessert. Die Preisgewinne beim Öl und anderen wachstumsabhängigen Rohstoffen wie den Industriemetallen lassen sich nicht vollständig auf Grundlage der Fundamentaldaten erklären. In der Folge bleibt eine gewisse Vorsicht angezeigt.

Die Kontributoren sind externe Autoren und wurden von bilanz.ch sorgfältig ausgewählt. Ihre Meinung muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

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