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Warum Anleger jetzt auf Gold setzen sollten

Goldbarren
Goldbarren: Beim Edelmetall ist der Zeitpunkt für den Einstieg wichtig. Quelle: Ulrich Baumgarten/Getty Images

Bei Gold lässt sich seit vielen jahren ein klareres Kursmuster erkennen: Wer zum Jahresende einsteigt, verbucht im folgenden Jahr Gewinne von teils 10 Prozent und mehr.

Von Georg Pröbstl
12.12.2017

Newmont Mining hat sich verdoppelt, Barrick Gold bringt auch ein Plus von 100 Prozent und Newcrest Mining ging im gleichen Tempo nach oben: Unsere Empfehlung von Goldminenaktien im Herbst 2015 kam genau zur rechten Zeit. Denn schon drei Monate danach zogen die Notierungen der Goldschürfer kräftig an.

Für die Redaktion von stocksDIGITAL waren Goldaktien damals besonders vielversprechend, weil die Bergbaugesellschaften trotz eines in den Monaten zuvor gestiegenen Goldpreises noch überhaupt nicht von der Stelle gekommen waren. Zudem notierten insbesondere Barrick und Newmont im September vor zwei Jahren auch noch jeweils rund 25 Prozent unter Buchwert.

Gold steigt, Minen haben Nachholbedarf

Zwar wurde aus diesem Discount zum Eigenkapital durch die Kursverdopplung inzwischen ein Kurs/Buchwert-Verhältnis der beiden Titel von jeweils etwa 1,5. Doch Goldaktien sind jetzt dennoch wieder spannend. Denn der Preisaufschwung bei Gold in diesem Jahr von etwa 5 bis 10 Prozent ist an den Aktien Minenbetreibern erneut vorbei gegangen.

Während Newmont seit Jahresstart nur auf der Stelle tritt, hat Barrick Gold sogar 25 Prozent an Wert verloren. Und da kommt schon ganz kurzfristig der Goldpreis wieder ins Spiel. Denn sollte Gold weiter steigen, würde das Nachholpotenzial der Gold-Companies noch grösser werden.

Goldgesellschaften haben die Kosten stark gesenkt

Das Nachholpotenzial wird dadurch verstärkt, weil die Minengesellschaften wegen des Verfalls beim Goldpreis in den Jahren 2013 bis 2015 um rund 50 Prozent ihre Kosten massiv gesenkt haben. Dabei wurden auch Minen, in denen nur vergleichsweise teuer gefördert werden kann, geschlossen. Die Herstellungskosten je Unze Gold haben sich so etwa bei Barrick Gold zwischen dem dritten Quartal 2012 und fünf Jahre später, im gleichen Dreimonatszeitraum 2017, fast halbiert und fielen von 1529 Dollar auf 820 Dollar.

Infolge Schliessung von Minen ging zwar die Produktion bei Barrick in den fünf Jahren von 5,4 Millionen Unzen Gold in den ersten neun Monaten 2012 auf 4,0 Millionen Einheiten à 31,1 Gramm in den drei Quartalen 2017 zurück. Der Umsatz fiel wegen des tieferen Goldpreises und der geringeren Verkaufsmenge so auch um rund 40 Prozent von 10,4 auf 6,1 Milliarden Dollar. Doch die tieferen Kosten hielten den Gewinn im Vergleich dazu auf einem relativ hohen Niveau. Der Periodenüberschuss in den neun Monaten ging nämlich nur um 25 Prozent von 2,4 auf 1,8 Milliarden Dollar zurück. Das zeigt: Wegen der Kostensenkungen haben Minenfirmen wie Barrick einen schönen Gewinnhebel bei steigenden Goldpreisen in der Hand.

Barrick-Aktie: hohes Nachholpotenzial

Das Ergebnis je Barrick-Aktie rutschte in den fünf Jahren zwar von 2,40 auf 1,50 Dollar. Doch zwischenzeitlich wurde das Kapital des Konzerns aus Toronto auch um fast 20 Prozent erhöht. Zwar ist der Gewinn wegen des operativen Geschäftsverlaufs mit fallender Produktion und der erhöhten Aktienzahl entsprechend insgesamt um rund 40 Prozent gefallen.

Aber die Bewertung ging sogar noch um einiges stärker zurück. Die Aktie hat sich nämlich seit den Hochs vor fünf Jahren gedrittelt – also ein Minus von rund 65 Prozent. Das zeigt: Bei Barrick gibt es ein enormes Nachholpotenzial im Vergleich zu früheren Zeiten.

Gold und ein lupenreiner Kurszyklus

Nun sollten sich Anleger unbedingt die Entwicklung des Goldpreises ansehen. Seit 2005 beispielsweise lässt sich beim Edelmetall ein ganz klareres Kursmuster erkennen. In den letzten zwölf Jahren, seit 2005, war es so, dass Anleger, die Gold zu Jahresbeginn gekauft hatten, teilweise schon nach wenigen Wochen, in der Regel aber nach wenigen Monaten, einen schönen Gewinn von acht Prozent und mehr verbuchen konnten.

Auf jeden Fall notierte das Edelmetall seit 2005 mit Ausnahme des Gold-Crash-Jahres 2013 jedes Mal bei Kauf Ende eines Jahres im darauf folgenden Jahr irgendwann einmal um rund 10 Prozent oder mehr höher.

Gold-Call – schon ein kleiner Preisanstieg bietet eine Verdopplungschance…

Wer beispielsweise im Dezember 2015 eingestiegen war, konnte in den folgenden sieben Monaten bis Juli 2016 einen Gewinn bei Gold von rund 30 Prozent verbuchen und zwischen Dezember 2016 und dem Hoch in diesem Jahr im September kletterte Gold ebenfalls annähernd um 20 Prozent.

Anleger, die auf diese Gold-Entwicklung spekulieren wollen, greifen zum Call auf Gold (ISIN: CH0345428665, Laufzeit endlos, Basis und Knock-out jeweils 1194,98 Dollar). Bei einem aktuellen 22er-Hebel verspricht das Zertifikat bei einem Anstieg des Goldpreises auf das 2017er-Hoch bei rund 1350 Dollar je Unze locker eine Kursverdoppelung.

… bei Barrick ist auch eine Verdreifachung drin

Wer dagegen auf steigenden Goldpreis und eine Aufholjagd der in den letzten Monaten vernachlässigten Goldtitel setzen will, der legt sich entweder die Aktien von Barrick oder Newmont  ins Depot, oder hebelt erwartete Kurssteigerungen ebenfalls mit Calls. Ein Bull-Zertifikat auf Barrick (ISIN: DE000VS8H9H3, Laufzeit endlos, Basis und Knock-out jeweils 10,42 Dollar) bietet bei einem aktuellen 4er-Hebel bei Rückkehr der Aktie zu ihren 2017er-Hochs im Bereich von 20 Dollar die Chance auf einen Verdreifacher.

Zur Risikostreuung empfiehlt sich aber der Splitt des Einsatzes und dabei zusätzlich der Kauf eines Calls auf Newmont Mining (ISIN: DE000VS9YMR2, Laufzeit endlos, Basis und Knock-out jeweils 29,076 Dollar). Beim derzeitigen 5er-Hebel und einem Anstieg der Aktie auf das Jahreshoch von rund 40 Dollar bietet das Zertifikat fast 50 Prozent Kurspotential.

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