Schweizer Immobilienfonds performen alle etwa gleich – könnte man meinen. In Wirklichkeit jedoch gehen die Renditen weit auseinander: Letztes Jahr erreichte der beste der 14 an der SWX kotierten Fonds ein Plus von 16,9 Prozent. Der schlechteste dagegen verlor 1,2 Prozent. Über zehn Jahre schaffte der beste Fonds (La Foncière) eine Performance von 160 Prozent, während der Swissinvest Real mit 43 Prozent am schwächsten abschneidet.

Für den Privatanleger allerdings ist es kaum möglich, die Spreu vom Weizen zu trennen. Zu aufwendig wäre es, die einzelnen Fondsprofile zu analysieren: Sollte man eher auf Wohn- oder Geschäftsliegenschaften setzen? Entwickelt sich die Deutschschweiz oder die Romandie besser?

Ein neues Zertifikat der Zürcher Kantonalbank nimmt dem Anleger die knifflige Selektion ab. Es investiert nämlich in alle 14 Fonds zusammen. «Damit erreicht der Investor eine möglichst breite Diversifikation im gesamten Schweizer Immobiliensektor», sagt der Vater des Zertifikats, André Buck von der ZKB. Seit der Lancierung Ende Januar 2006 hat das Produkt eine Rendite von 6,7 Prozent erzielt. Positiv ist überdies die tiefe Gebühr von 0,3 Prozent im Jahr.

Eigentlich erstaunlich, dass das überzeugend einfache Zertifikat nicht schon viel früher lanciert wurde. Nun hat es dafür den vom Anlegermagazin «Stocks» verliehenen Swiss Derivative Award 2007 gewonnen.

Investments in Immobilien bringen dem Portfolio in unsicheren Börsenzeiten nicht nur zusätzliche Stabilität. Sie generieren zudem stolze Gewinne: In zehn Jahren hat der ZKB-Immobilienfonds-Index seinen Wert nahezu verdoppelt. AS

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