Kernkraftwerke sind gefährlich, das hat sich in Japan wieder einmal gezeigt. Die AKW-Gegner haben dadurch Auftrieb erhalten, in Deutschland sind gar sieben Kraftwerke abgestellt worden. Die Stimmungsänderung gegenüber Nuklearenergie hatte auch Auswirkungen auf den Uranpreis: Er ist von rund 70 Dollar pro Pfund auf 50 Dollar geplumpst. «Dieser Preissturz ist völlig übertrieben und vor allem durch Panikverkäufe von reinen Finanzinvestoren verur­sacht», sagt Amir Adnani, Chef des kanadischen Uranförderers Uranium Energy Corp (UEC). «Die Uranpreise an den Terminmärkten, wo die echten Abnehmer, die Kernkraftwerkbetreiber, einkaufen, sind denn auch auf deutlich höheren Niveaus verharrt», sagt Adnani.

Auf der Nachfrageseite hat sich tatsächlich wenig verändert: 425 Kraftwerke sind weltweit in Betrieb, nur 18 weniger als vor Fukushima (elf sind in Japan abgeschaltet worden, sieben in Deutschland). Zugleich sind 62 neue Kraftwerke im Bau. «Mittelfristig wird die Nachfrage der Energieindustrie den Preis an den Börsen wieder nach oben treiben», sagt Adnani.

Anleger können direkt in die Rohstoffe investieren oder in die Uranförderer wie UEC (ISIN: US9168961038). Die UBS hat ausserdem ein struk­turiertes Produkt im Angebot, das in acht verschiedene ­Uranförderer investiert ist und dessen Laufzeit erst im Jahr 2015 endet. Es ist in Euros ­denominiert und hat die ISIN: DE000UB2URA0.

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