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Ségolène Royal: Schreckgespenst für die Börse

Die französische Börse steht vor einem Rally. Falls die Bürgerlichen bei den Wahlen gewinnen.

Veröffentlicht 02.03.2007

An den französischen Finanzmärkten geht ein Schreckgespenst mit Namen Ségolène Royal um. Als die sozialistische Präsidentschaftskandidatin Mitte Februar ihr Manifest vorstellte, reagierten die Kurse der französischen Staatsanleihen prompt mit Verlusten. Royals Programm sei gespickt mit Ideen zur Umverteilung des Wohlstands. Doch wie man diesen kreiere, scheine sie nicht zu kümmern, kommentierte der «Economist».

In den Meinungsumfragen allerdings liegt Rivale Nicolas Sarkozy in Front. Ein Wahlsieg der Bürgerlichen könnte die Märkte umgekehrt beflügeln, urteilt Adrian Zürcher von der Credit Suisse: «Wenn Sarkozy seine Führungsposition hält, könnte schon vor dem ersten Wahlgang am 20. April ein Börsenrally in Gang kommen.»

Für französische Aktien spricht die Bewertung: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12,8 für 2007 gehört die Börse zu den billigsten in Europa, in der Schweiz liegt der Wert bei 14,8.

Auch die Konjunktur in unserem Nachbarland bleibt robust. Bis im Sommer dürfte die Arbeitslosenrate auf 8,2 Prozent sinken, den tiefsten Stand seit 1983. In den neunziger Jahren waren zeitweise mehr als 12 Prozent ohne Arbeit. Die rosigen Beschäftigungsaussichten stimulieren die Konsumausgaben.






Frankreich-Fonds  
Fonds Rendite (*)
Fidelity France 25,8%
Balzac France Index 19,7%
UBS Equity France 18,0%
CS Equity France 17,0%
(*)  in CHF pro Jahr vom 22.2.04 bis 22.2.07

Zusätzlichen Schub für die Börse bringt die bereits erlassene Steuerreform. Kapitalgewinne auf Aktien werden unter bestimmten Umständen von der Steuer befreit. Für den Fall eines Wahlsiegs hat Sarkozy weitere Reformen angekündigt, so eine Senkung des Höchststeuersatzes für Privatpersonen.

Beide Grossbanken, UBS und Credit Suisse, bieten einen Fonds für französische Aktien an, wobei jener der UBS über die letzten drei Jahre besser abgeschnitten hat (siehe Tabelle). Im Performance-Vergleich an der Spitze liegen der aktiv gemanagte Fonds von Fidelity sowie der Indexfonds Balzac France, der in der Schweiz durch die Bank Wegelin vertrieben wird. AS

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