Schwartz arbeitet bereits seit 45 Jahren beim selben Arbeitgeber, Neuberger Berman, einer Tochtergesellschaft der amerikanischen Lehman Brothers. Direkt im Herzen der New Yorker Wall Street residierend, managt der 63-Jährige den Fonds mit vier Kollegen seit 1992.

Seine wichtigsten Prinzipien

Der UBAM US Equity Value konzentriert sich auf Unternehmen mit Sitz in den Vereinigten Staaten. Marvin Schwartz selbst investiert nur in unterbewertete Titel, deren Kurs-Gewinn-Verhältnis durchschnittlich zwischen 10 und 15 liegt, während der S&P 500 für 2004 bei 17,3 steht. Ebenso bevorzugt er Unternehmen mit Managern, die den Shareholder-Value-Ansatz ernst nehmen und beispielsweise Aktienrückkaufprogramme durchführen. Seine grosse Liebe, wie Schwartz beteuert, gehört der Analyse. «Nichts macht mir mehr Spass, als Manager zu treffen und deren Business zu verstehen.»

Seine heissesten Favoriten

Schwartz bevorzugt Energietitel wie Anadarko Petroleum oder Valero Energy. Der Amerikaner geht davon aus, dass das Ölproblem die Welt noch längere Zeit belasten wird. Ebenso hält er Finanzinstitute wie AIG oder Citigroup im Portfolio. «Die amerikanischen Finanzinstitute sind in einer ausgezeichneten Verfassung», sagt Marvin Schwartz. «Allein AIG konnte die letzten 37 Jahre jedes Jahr den Gewinn um durchschnittlich 17 Prozent steigern.» Als weiteren Favoriten nennt Schwartz die News Corporation, ein Medienunternehmen des Medienmoguls Rupert Murdoch.

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