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Richtig anlegen: Der richtige Mix

Wie kann das eigene Vermögen gut und richtig investiert werden?

Immobilien, Obligationen, Gold – oder doch weiter Aktien? ­BILANZ zeigt, wie Sie sich im neuen Jahr am besten ­positionieren.

Von Harry Büsser
08.01.2013

Das beste Börsengeschäft mit der EU-Staatsschuldenkrise ist ein anschauliches Lehrstück für Anleger: Es beginnt an einem regnerischen Tag in Irland. In der Grafschaft Kerry am July Horse Racing Festival hetzen die Pferde über den Killarney Racecourse. Im Eröffnungsrennen gewinnt überraschend der Aussenseiter Takeyourcapoff vor dem Favoriten Sam Lord’s Castle. Der «Irish Times» ist das Pferderennen mit fast 200-jähriger Tradition allerdings nur eine Randnotiz wert. Auf dem Titel prangt die Schlagzeile: «Irische Schulden auf Ramschniveau zurückgestuft, während die Eurokrise sich verschärft.»

Mitte Juli 2011 ist Irland am Boden. Die Kurse der Staatspapiere rutschen gegen Süden, in Richtung Griechenland. Investoren zahlen noch 60 Cent für einen Euro irische Schulden. Auf unerträgliche 14 Prozent sind die Schuldzinsen für das Land gestiegen. Trotz den hohen Zinsen will niemand mehr den Iren Geld leihen. Alle wollen die Staatspapiere nur noch verkaufen. Nein, nicht alle. ­Michael Hasenstab, Fondsmanager bei der US-Investmentgesellschaft Franklin Templeton, kauft zur selben Zeit für mehrere Milliarden Euro. Er ist überzeugt, dass die Massnahmen der irischen Regierung Wirkung zeigen werden, und glaubt, dass das Volk diese Massnahmen akzeptiert.

Aussenseiter. Das hat sich gelohnt, denn der Wert der im Juli 2011 gekauften Papiere hat sich inzwischen fast verdoppelt (siehe Grafik «Superschnäppchen» unter 'Downloads'). Hasenstabs Fonds hat das mehrere Milliarden Gewinn eingespielt. Aber auch Irland hat profitiert, denn seine Schuldzinsen für zehnjährige Kredite sind – nicht zuletzt dank den Käufen von Hasenstab – wieder auf ein erträgliches Niveau gesunken, unter fünf Prozent.

Die Geschichte mit den irischen Staatspapieren zeigt, wie auch in Krisenzeiten viel Geld an der Börse verdient wird. Dazu braucht es den Mut, auch mal auf einen Aus­senseiter zu setzen.

Doch bevor wir mutig werden, ein kurzer Überblick über die Anlageklassen: Im Verhältnis zu Aktien sind Obligationen relativ teuer. Vor allem Schweizer Staatsanleihen scheinen sehr hoch bewertet, bieten mit einer Laufzeit von zwei Jahren negative Zinsen von –0,3 Prozent und sind damit ein direktes Verlustgeschäft. Auch Schweizer Immobilien können nach zwei Dekaden steigender Preise nicht mehr als günstig bezeichnet werden. Ähnliches gilt für Gold, das über eine Dekade steigender Kurse hinter sich hat. Selbst einigen Protagonisten der ersten Stunde ist die Begeisterung für das gelbe Edelmetall inzwischen ­abhandengekommen.

Kommen wir zurück zum Mut, auf ­Aussenseiter zu setzen: Im vergangenen Jahr hätte sich das besonders gelohnt, denn es war gespickt mit Aussenseiter-Siegen. Ganz oben in der Überraschungs­hitparade stehen griechische Staatsanleihen, deren Wert sich seit März 2012 verdoppelt hat, während ein politischer Krisengipfel auf den andern folgte.

Auch dieses Jahr werden wieder einige Aussenseiter hohe Gewinnquoten bringen, und das Comeback einer angeschlagenen Favoritin dürfte sich fortsetzen. So lassen sich die Börsenprognosen für dieses Jahr im Sportwettenjargon zusammenfassen.

Die angeschlagene Favoritin ist die Aktie. Wieder einmal wurde sie zu früh abgeschrieben und strafte viele, die nicht mehr auf sie setzen mochten. Sie verpassten die hohen Gewinne im Jahr 2012, in dem der Swiss Market Index 16 Prozent zulegte – inklusive Dividenden gar rund 20 Prozent.

Wirklich überraschend ist das Comeback nicht. Zu stark ist der langfristige Leistungsausweis der Aktie (siehe Grafik «Auf der sicheren Seite» unter 'Downloads'). Über die vergangenen 100 Jahre hat sie sich bewährt und bescherte Anlegern trotz zwei Weltkriegen, Weltwirtschafts-, Öl-, Immobilien- und Finanzkrisen im Durchschnitt jährliche Gewinne von mehr als sechs Prozent – real, also nach Abzug der Inflation.

Es ist daher wenig verwunderlich, dass viele Profis grosse Aktienfans sind. Etwa Aaron Gurwitz von Barclays, über ein Vierteljahrhundert im Börsengeschäft, zuletzt als Chefinvestor der britischen Grossbank. Auf die Frage, welches seine bevorzugte Anlageklasse für das laufende Jahr sei, antwortete er, ohne zu zögern: «Aktien, wie fast jedes Jahr.» Gold kommt ihm dagegen gar nicht in den Sinn. «Gold bringt weder Zinsen noch Dividenden und macht ein Portfolio auch nicht effizienter.»

Aktien-Skeptiker. Die Zweifler mögen jetzt einwenden, dass jede Karriere einmal ein Ende habe, auch die längste. Sie sehen das Comeback der Aktie im Jahr 2012 als letztes Aufbäumen und trauen ihr nur noch Aussenseiterchancen zu, keine generelle Favoritenrolle. Ihr Argument lautet meist, dass Produktivitätsfortschritte in Zukunft nicht mehr so gross sein würden wie in der Vergangenheit. Das würde das Wirtschaftswachstum auf ein tieferes Niveau legen, was wiederum das Wachstum der Unternehmensgewinne und die Aktienkurse bremste. Sehr pessimistisch äussert sich in dieser Hinsicht der US-Sozialwissenschaftler Robert Gordon im viel beachteten wissenschaftlichen Artikel «Is U.S. Economic Growth Over?». Er argumentiert, dass die Informationstechnologie weniger Produktivitätsfortschritte bringe als frühere technologische Innovationen, etwa die Industrierevolution mit der Automatisierung von Fabrikprozessen.

Auf solchen Pessimismus entgegnen die Aktienfans wiederum, dass das Potenzial der Informationstechnologie noch lange nicht ausgeschöpft sei, zumal auch Bio- und Nanotechnologie grosse Innovationen brächten. Es ist eine philosophische Diskussion über mögliche Produktivitätsgewinne, die alle paar Jahrzehnte geführt wird. Dabei sind bisher die Fortschrittszweifler im Nachhinein immer wieder von der mensch­lichen Innovationskraft überrascht ­worden. Es ist zwar nicht ganz auszuschliessen, aber doch sehr unwahrscheinlich, dass es dieses Mal anders kommen sollte.

Vor diesem Hintergrund kann Anlegern also nur empfohlen werden, weiter langfristig auf Aktien zu setzen. Abgewogen im Kontext ihres Gesamtvermögens, am besten mit günstigen Anlageprodukten und nach einfachen Regeln (siehe «Einfach investieren»).

Schwieriger zu beurteilen ist, wie es mit der Aktie im laufenden Jahr weitergehen wird. Es gibt jedoch gute Gründe anzunehmen, dass sich die Aktienhausse in den ersten Monaten des Jahres fortsetzt, und auch dafür, dass sie noch länger dauert als die 90 Tage, die eine amerikanische Kakerlake ohne Nahrung überleben kann.

In den ersten Monaten wird vieles davon abhängen, wie sich die Grossinvestoren verhalten, ob sie zukaufen, ihre tiefen Aktienquoten erhöhen und damit die Märkte tendenziell nach oben treiben. Darüber entscheiden sie zwischen Mitte Januar und Mitte Februar. Mit dabei ist Ariane Dehn, seit zwanzig Jahren im Geschäft. Sie arbeitet schon sechs Jahre als Länderchefin in der Schweiz für den Fondsanbieter Henderson Global Investors. Sie führte während ihrer Karriere Tausende Kundengespräche und sammelte dabei viele Erfahrungen, wie Investoren in verschiedenen Börsensituationen reagieren: «Vor allem Versicherungen und Pensionskassen mit tiefen Aktienquoten haben jetzt kaum eine andere Möglichkeit, als diese zu erhöhen», sagt sie. Der Grund: Ihre Renditen sind im vergangenen Jahr eher bescheiden ausgefallen im Vergleich zu den hohen Gewinnen der Aktienindizes. Sie müssen jetzt aufholen, und viele werden dem Ruf der Aktienmärkte folgen.

Immer noch günstig. Natürlich rennen institutionelle Anleger, wie Versicherungen und Pensionskassen zusammenfassend genannt werden, dem Ruf der Aktienmärkte nicht blind hinterher. Nach dem Rally im vergangenen Jahr stellt sich die Frage, ob Aktien jetzt nicht schon wieder fundamental überteuert sein könnten. Das analysieren Beratungsfirmen von institutionellen Anlegern. Etwa die amerikanische Finanzfirma State Street, eine der weltgrössten im Geschäft. George Hoguet ist seit vierzehn Jahren bei State Street, heute in der Funktion als globaler Anlagestratege. «Wenn wir die reinen Zahlen analysieren, dann sind Aktien nicht teuer. Das zeigen die Dividendenrenditen, die auf dem heutigen Kurs­niveau weiter hoch sind», sagt er. Das dürfte den Weg freimachen für Zukäufe institutioneller Anleger.

Ähnliches gilt für viele Privatanleger. Auch sie richten ihre Anlagen Anfang Jahr neu aus. Auch sie werden oft von Beratern unterstützt, die jetzt ein starkes Argument für Aktienanlagen haben: eine Grafik, die eine nach oben steigende Kurve zeigt. Das wirkt, wie Börsenpsychologen wissen. Aufgrund ihrer Daten haben sie einen Entwurf gemacht, wie Investoren emotional auf Kursverläufe reagieren (siehe Grafik «Typisch Anleger» unter 'Downloads'). Möglich, dass sie noch ein wenig zuschauen, bis sie richtig vom Aufwärtstrend überzeugt sind. Aber die Ersten werden wohl bereits zu kaufen angefangen haben.

Wachstum zählt. Ein Hinweis darauf, dass die Stimmung bei Privatanlegern langsam zu drehen beginnt, findet sich in der Bestsellerliste des FinanzBuch Verlags, wo der Titel «Endlich mit Aktien Geld verdienen» vor «Die Schulden­lawine» gerückt ist. Es handelt sich um die Nummern zwei und drei bei den ­Verkäufen, hinter dem Titel «Kopfgeldjagd» über den zwielichtigen Investor Florian Homm.

Wenn Institutionelle und Private ihre Aktienquoten tatsächlich erhöhen, steigt die Nachfrage nach Aktien in den ersten Monaten, und damit steigen auch deren Kurse. Wie es danach weitergeht, hängt unter anderem davon ab, ob das Wirtschaftswachstum anzieht. Denn die Hausse nährt sich von Käufern, die bei immer höheren Preisen zugreifen. Längerfristig tun sie das, falls die Gewinne der Unternehmen steigen. Diese steigen, wenn entweder Kosten gesenkt oder Erträge maximiert werden können. Da viele Unternehmen ihre Kosten bereits stark heruntergefahren haben, bleibt fürs Gewinnwachstum nur die Ertragssteigerung. Dafür ist gesamtwirtschaftlich wieder Wirtschaftswachstum nötig.

Die Frage lautet, ob dieses Jahr Wirtschaftswachstum erwartet werden kann. Sie geht an Harald Preissler, Chefökonom beim Investmenthaus Bantleon. Die Prognosen von Preissler und seinem Team waren in der Vergangenheit sehr treff­sicher. Als einer von ganz wenigen hat Preissler Anfang 2011 weiterhin sinkende Zinsen prognostiziert und für das Jahr 2012 die guten Perspektiven für Aktien richtig vorausgesagt. Zudem wurde Daniel Hartmann aus Preisslers Team vom Finanzinformationsdienst Bloomberg als treffsicherster Prognostiker für Konjunkturdaten der Eurozone ausgezeichnet. «Wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass sich die fundamentalen Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten in den kommenden Monaten verbessern werden», sagt Preissler aufgrund der Analyse seiner Konjunktur­indikatoren.

Diese zeigen zwar keine grossen Wachstumsraten, aber gemäss Preissler reicht es, um die Aktienmärkte weiter kräftig nach oben zu treiben. «Wir gehen davon aus, dass die Aktienmärkte auch 2013 kräftig zulegen werden. Beim SMI sehen wir das Mindestziel bei 8000 Punkten», so Preissler. Somit gäbe es dieses Jahr also nochmals zweistellige Aktiengewinne. Damit würde die Aktie ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht.

Zyklische Titel. In diesem optimistischen Szenario würde es sich vor allem lohnen, in zyklische Titel zu investieren, die stark von einem Anziehen der Konjunktur profitieren. Dazu gehören Industrie­firmen wie ABB, Siemens und der Zementhersteller Holcim. Gut wäre das auch für die Aktien von kleinen Firmen, deren Kurse im Wirtschaftsaufschwung meist überproportional profitieren.

Auch die Experten beim Fondshaus Carmignac Gestion gehen davon aus, dass es jetzt Zeit ist, Aktien zu kaufen. Dessen Flaggschiff-Fonds Carmignac Patrimoine steht in den Bestenlisten regel­mässig ganz weit vorne.

Didier Saint-Georges ist Mitglied des Anlagekomitees bei Carmignac Gestion mit dem Analyseschwerpunkt Aktien. Es lasse sich zwar nicht allgemein sagen, dass Aktien jetzt absolut günstig bewertet seien, höchstens relativ, im Vergleich zum tiefen Zinsniveau, sagt er. «Aber die Unternehmen beginnen jetzt wieder zu investieren, was die Gewinne steigern dürfte», lautet sein Argument. Er hat dabei Bankaktien im Fokus, genau deren fünf: den spanischen Banco Santander, die niederländische ING, die italienische UniCredit sowie die französischen Société Générale und BNP Paribas. Wie viele andere Bankaktien hätten sie sehr tiefe Bewertungen, so Saint-Georges. «Diese fünf haben aber gemeinsam, dass sie über genügend eigene ­Mittel verfügen und nicht rekapitalisiert werden müssen», sagt er. Selbst wenn noch viel mehr Hypothekarkredite bei diesen Banken ausfallen würden, verfügt­en diese immer noch über genügend Eigenkapital für mindestens die nächsten zwei Jahre, so ­Saint-Georges weiter. «Die künftigen Gewinne dieser Banken werden also nicht verwässert.»

Banken tauchen nicht nur bei Carmi­gnac Gestion wieder im Portfolio auf, sondern sind nach Jahren der Absenz auch öfter auf den Empfehlungslisten von Aktienanalysten zu finden. Erstmals nach fünf Jahren tauchen sie wieder beim profilierten US-Bankanalysten Mike Mayo (siehe Interview unter Nebenartikel) auf.

Nur keine Schwellenangst. Dauergäste in den Empfehlungslisten sind Aktien von Schwellenländern, insbesondere aus dem chinesischen Aktienmarkt. Allerdings hat gerade dieser in den vergangenen drei Jahren enttäuscht. Seit dem Jahr 2009 war mit den Titeln aus dem Riesenreich in keinem Kalenderjahr mehr Geld zu verdienen. Saint-Georges sieht dies im Zusammenhang damit, dass in ­Investorenkreisen ein Unbehagen ­gegenüber den Schwellenländern und China geherrscht habe. «Viele befürchteten, dass die Schwellenländer in grosse Probleme laufen würden», sagt er.

Dieses Gefühl hat sich bisher nicht bestätigt, und seit wenigen Monaten ziehen die Kurse von chinesischen Aktien wieder an. «In China vergeben die Banken wieder vermehrt Kredite, was sich auch in steigenden Wirtschaftswachstums­raten bemerkbar machen dürfte», sagt Saint-Georges dazu.

Auch Aaron Gurwitz ist weiter überzeugt von China: «Die Chancen für Anleger liegen nach wie vor in Asien», sagt er. Das langfristig höhere Wirtschaftswachstum dort werde die Aktienkurse stärker nach oben treiben, als es in den USA oder in Europa der Fall sein dürfte.

Afrika regt sich. Neben China erscheint ein neuer Markt immer deutlicher auf den Empfehlungslisten für Anleger: «Auch die Wirtschaftsleistung des afrikanischen Kontinents dürfte langfristig stärker wachsen als jene Europas und der USA», sagt Aaron Gurwitz. Die Bank Barclays glaube so sehr an die Zukunft Afrikas, dass es strategisches Ziel sei, die Präsenz vor Ort auszubauen.

Afrika gehört sicher (noch) zu den Aus­senseitern im Anlagerennen. Meist sind es aber genau diese, welche die höchsten Gewinnquoten erzielen. Ähnlich grosse Chancen bieten auch die angeschlagenen Favoriten. In den Kästen zu diesem Text finden Sie darum auch einige Anlage­ideen mit Aussenseitern (gute Ideen hat auch der Anlageexperte Frank Goldfinger –mit guter Performance im Jahr 2012).

Dass die Strategie gerade mit Aussenseitern und angeschlagenen Favoriten funktioniert, konnte in Studien schon oft gezeigt werden. Wie Datenanalysen ergeben haben, sind die Verlierer der vergangenen drei Jahre oft die Gewinner der folgenden drei Jahre. Umgekehrt geht es oft den Gewinnern.

Auf den Schweizer Aktienindex SMI angewendet, hiesse das, jetzt die Verlierer Credit Suisse, Actelion und Holcim zu kaufen sowie die Gewinner Richemont, Swatch und SGS zu verkaufen. Die Finanzpsychologen erklären den Effekt mit der Überreaktion von Anlegern auf positive sowie negative Nachrichten.

Aussenseiter und angeschlagene Favoriten sind oft auch eher tief bewertet. Auch das kann ein Indikator für steigende Kurse sein. Es stellt sich nämlich regelmässig heraus, dass Aktien oder Märkte mit einem tiefen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) den Anlegern langfristig höhere Gewinne bringen als Titel mit hohem KGV.

Eine Studie des Fondshauses Van­guard hat die Daten des britischen Aktienmarktes von 1970 bis 2012 analysiert und kam zu folgendem Ergebnis: Wenn die KGVs tief waren, konnten in den darauffolgenden zehn Jahren höhere Renditen erwartet werden. Gemäss der Studie kann für britische Aktien für die nächsten zehn Jahre mit Renditen von rund fünfzehn Prozent jährlich gerechnet werden – bei einem derzeitigen KGV für britische Aktien von rund zwölf Mal (siehe Grafik «Der Treibsatz» unter 'Downloads').

Aussenseiter finden sich derzeit häufiger in den stark verschuldeten Staaten der Eurozone. Auch auf diese können mutige Anleger 2013 setzen, sei es mit Staatsanleihen, Obligationen oder Aktien. Die EU-Krise ist zwar noch nicht ausgestanden, aber die Probleme sind bekannt. Es fehlt hier das Überraschungsmoment, damit sich die Eurokrise im Jahr 2013 zu einem Schock für die Finanzmärkte entwickeln könnte.

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