Die Strassen sind leer, die Pisten voll – offensichtlich ist die Stimmung in der Wirtschaft nicht so trist, wie uns all die trüben Sentiment-Barometer glauben machen wollen.

Deshalb hier gleich zu Beginn eine positive Meldung: Der SMI schaffte gestern mit mehr als 9200 Punkten kurzzeitig ein neues Jahreshoch – die Verluste des Horror-Dezembers sind ausgelöscht.

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Starke US-Börsen im dritten Jahr

Gewiss, das kann schon morgen wieder anders aussehen. Doch passend zur Sonne-Schnee-Ferienstimmung sei hier einmal die optimistische Perspektive erlaubt. Es zählt zu den findigen Börsenweisheiten, durch hochgerüstete Algorithmen bestens abgestützt, dass die amerikanischen Börsen im dritten Jahr einer Präsidentschaft stets stark laufen.

Seit 1950, so hat ein Portal mit dem passenden Namen «Bull Markets» tiefenscharf berechnet, war die Performance im Jahr nach den November-Zwischenwahlen in jedem Jahr positiv. Im Schnitt ging der S&P 500 um satte 14,3 Prozent nach oben, in der Spitze sogar – 1954 –   um 30,3 Prozent.

Die richtige Wahl

So gilt noch immer die Erkenntnis: Die Amerikaner werden immer die richtige Wahl treffen – nachdem sie alles andere ausprobiert haben. Man könnte auch sagen: Fed-Chef Powell, sanft angefeuert vom Twitterer-in-chief, hat den Einstieg in die Zinswende ausprobiert – und jetzt die richtige Wahl getroffen, sie erstmal auf Eis zu legen.

Langfristig mag das verheerend sein, doch das weiss niemand. Und sind wir nicht langfristig alle tot? Also: Enjoy the ride! Raus auf die Piste!!

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