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  3. Clariant-Bändiger Keith Meister: Der Investor hält Anteile an Nahrungsmittelhersteller Danone

Investor 
Danone - im Visier des Clariant-Bändigers

Keith Meister: Hat mit seiner Corvex Clariant niedergerungen, jetzt ist die Nahrungsindustrie dran.Quelle: CNBC/Getty Images

Nach Nestlé ist auch der französische Konkurrent Danone ins Visier aktivistischer Investoren geraten. Bisher zahlt sich deren Engagement aber nicht aus.

Dirk Ruschmann
Von Dirk Ruschmann
13.12.2017

Einen eindrucksvollen Sieg hat Keith Meister bereits erzielt: Die Fusion von Clariant und Huntsman konnte der aktivistische US-Investor mit seinem Fonds Corvex beerdigen. Im August hatte er allerdings eine deutlich grössere Beute ins Visier genommen – mit 400 Millionen Dollar kaufte er sich beim Nahrungsmittelhersteller Danone ein, damit hält Meister nicht viel mehr als ein halbes Prozent der Aktien. Und so gibt sich weder Danone-Boss Emmanuel Faber beunruhigt, der bisher ausdrücklich keine Gegenmassnahmen ergriffen hat, noch hat Meister bis jetzt konkrete Forderungen an den Konzern lanciert.

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Danone gilt im Vergleich zu den Wettbewerbern Unilever und insbesondere Nestlé als unterbewertet, wächst derzeit kaum und hinkt im wachsenden Segment gesundheitsfördernder Nahrung hinterher – Faber hatte aber schon angekündigt, in diesem Bereich nachzulegen. Bisher hat Meisters Paket an der Börse kaum an Wert zugelegt, ähnlich wie der Nestlé-Anteil des Hedge-Fund-Managers Daniel Loeb, obwohl dieser Aktien für 3,5 Milliarden Dollar gekauft hat.

Danone-Chef Emmanuel Faber: Der Nahrungsmittelhersteller gilt nicht mehr als unantastbar für Übernahmen.
Quelle: Christophe Morin/IP3/Getty Images

Nicht mehr unantastbar für Übernahmen

Meisters Investment mag sich für ihn noch nicht ausgezahlt haben, gilt aber als Signal: dass Danone trotz Frankreichs restriktiver Industriepolitik nicht mehr als unantastbar für Übernahmen gilt. Als mögliche Käufer werden etwa Kraft Heinz gehandelt, die von Multimilliardär Warren Buffett gestützt wird und mit dem Versuch scheiterte, Unilever zu übernehmen, aber auch die Getränkemultis Coca-Cola und Pepsi-Co, die ebenfalls den wachsenden Markt Gesundheit entdeckt haben. Doch bisher zeigen sich die Nahrungsmittelhersteller resistent gegen die lang erwartete Konsolidierungswelle in der Branche.