Die Wall Street hat Aussagen der US-Notenbank Fed am Mittwoch negativ aufgenommen und ihre Verluste deutlich ausgeweitet. Der Dow Jones Industrial schloss 2,49 Prozent tiefer bei 11'124,84 Punkten. Für den breiter gefassten S&P 500 ging es um 2,94 Prozent auf 1166,76 Punkte bergab. An der Technologiebörse Nasdaq fiel die Entwicklung dank guter Zahlen von Technologieunternehmen etwas weniger schlimm aus: Der Composite-Index sank um 2,01 Prozent auf 2538,19 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 1,64 Prozent auf 2258,30 Punkte.

Die Währungshüter hatten den Leitzins wie erwartet bei null bis 0,25 Prozent belassen und bekräftigt, dass dieser wie bereits im August angekündigt mindestens bis Mitte 2013 auf einem «äusserst niedrigem Niveau» bleiben solle. Auch dass die Notenbank angesichts der schwachen Konjunktur ein erneutes geldpolitisches Manöver angekündigt hatte und mit einer Umschichtung ihrer Anleihebestände von kurz- in langfristig laufende Titel die ohnehin historisch niedrigen langfristigen Zinsen noch weiter drücken will, kam für Experten nicht unerwartet.

Sie zeigten sich allerdings überrascht über das geplante Ausmass der Umschichtung. Die Fed wird Anleihen im Gesamtwert von 400 Milliarden US-Dollar von kurzlaufenden in längerlaufende Staatstitel umschichten. Über geringere Langfristzinsen und günstigere Finanzierungsbedingungen erhofft sie sich einen Schub für die schwache US-Konjunktur. Nicht wenige Experten bezweifeln indes die Wirkung des Programms, nachdem die Fed mit ihren milliardenschweren Anleihekäufe allenfalls kurzzeitige Wirkung erzielt hatte. So schrieb etwa Bernd Weidensteiner von der Commerzbank, dass «die US-Wirtschaft sich weiter nur sehr langsam erholen wird». Die Notenbank habe ihre Stimulationsmöglichkeiten weitgehend ausgeschöpft.

Oracle verdient blendend: Aktie +4 Prozent

Im Technologiesektor warteten immerhin gleich drei Unternehmen mit positiven Nachrichten auf. Der streitbare Konzern Oracle etwa verdient blendend, was die Aktien mit einem Plus von 4,02 Prozent auf 29,49 US-Dollar honorierten. Das grosse Geld kommt aus dem angestammten Software-Feld, während die teuer zugekaufte Firmenrechner-Sparte im ersten Geschäftsquartal zum wiederholten Male hinter dem Vorjahreszeitraum lag. Die Anleger aber sahen über den Fauxpas hinweg, denn unter dem Strich übertraf das Unternehmen die Markterwartungen.

Die Titel von Adobe Systems stiegen um 1,10 Prozent auf 24,91 Dollar. Der Softwarehersteller hatte mit seiner Umsatzprognose für das vierte Quartal positiv überrascht.

Microsoft sehr schwach trotz guter Nachrichten

Für die im Dow gelisteten Titel von Microsoft ging es indes trotz guter Nachrichten um 3,67 Prozent auf 25,99 Dollar nach unten. Die Anteilseigner des weltgrössten Softwareherstellers können sich auf eine deutlich erhöhte Gewinnbeteiligung freuen. Das Unternehmen kann zudem bis 2013 noch knapp 28 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe ausgeben.

Für die im Dow gelisteten Titel von Microsoft ging es indes trotz guter Nachrichten um 3,67 Prozent auf 25,99 Dollar nach unten. Die Anteilseigner des weltgrössten Softwareherstellers können sich auf eine deutlich erhöhte Gewinnbeteiligung freuen. Das Unternehmen kann zudem bis 2013 noch knapp 28 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe ausgeben.
 

(rcv/awp)

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