AUSGANGSLAGE. Der Pensionär F.M. ist verheiratet, hat ein Renteneinkommen von 70  000 Franken und wohnt im unbelasteten Eigenheim mit einem Verkehrswert von 1  500  000 Franken. Das Gesamtvermögen beträgt rund 3,3 Millionen Franken, wovon die Depotwerte rund 1,4 Millionen Franken ausmachen. Der Aktienanteil soll maximal 50 Prozent betragen und der Anlagehorizont mindestens fünf Jahre.

OPTIMALE STRUKTUR. Das Vermögen weist mit einem Anteil von zwei Dritteln Realwerten gegenüber einem Drittel Geldwerten eine optimale Anlagestruktur auf. Trotz Verlusten von über 300  000 Franken im letzten Jahr ist an dieser Strategie festzuhalten. Wir rechnen aufgrund der gigan­tischen Verschuldung der Staaten mittelfris­tig mit einem erheblichen Inflationsschub. Als Schutz gegen die Geldentwertung eignen sich Sach- und Realwerte wie Immobilien, Aktien von Branchenleadern mit gesunder Bilanz, Edelmetalle, Energie und Rohstoffe.

WÄHRUNGSMIX ÜBERDENKEN. Das Depot weist einen Frankenanteil von rund 70 Prozent auf. Im Hinblick auf die Erhaltung der Kaufkraft stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Währungsdiversifikation. Hier könnten Währungen von Ländern mit grossem Reichtum an Rohstoffen und Bodenschätzen anstelle von Euros und US-Dollars eine optimale Ergänzung darstellen.

FONDSGRÖSSE BEACHTEN. Sinnvollerweise wurde bei ausländischen Aktien­investments in mehrere breit diversifizierte Anlagefonds investiert. Einige dieser Fonds sind aber sehr klein: Bei einem ­beträgt das Anlagevermögen nicht einmal fünf Millionen Franken, und schon wenige Fondsrückgaben können zu erheblichen Kursschwankungen führen.

WIE WEITER? Bei Obligationenfälligkeiten empfehlen wir neben Staats- auch gesunde Unternehmensanleihen mit kurzer Laufzeit. Neben den vorhandenen ­Immobilienwerten empfehlen wir einen vernünftigen Anteil an physischem Gold als soliden Realwert. Bei den ­Aktienanlagen stehen Gesellschaften mit gesunder Bilanz und nachhaltiger Ertragskraft im Fokus.

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