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Zürich ist das teuerste Pflaster der Schweiz

Wo wohnt es sich in der Schweiz am teuersten? Eine Studie hat die Mietkosten in den Schweizer Städten verglichen und zeigt die Unterschiede.

Von Christian Bütikofer
30.04.2015

Der Internetvergleichsdienst Comparis hat 35'000 Inserate in der Schweiz für 3- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen ausgewertet und die Mietkosten ohne Nebenkosten in den 15 grössten Städten verglichen.

Das teuerste Pflaster der Schweiz ist Zürich – ein Ergebnis, das nicht erstaunt. Auf Platz zwei schafft es Genf. Doch zu happigen Mietpreisen bekommt man dort auch noch mit Abstand am wenigsten Platz in der Wohnung: In Genf zahlt man im Schnitt 33 Franken pro Quadratmeter, im Schnitt messen die 3- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen in der Calvinstadt nur 61 Quadratmeter, was weit unter dem Mittel von 77 Quadratmeter liegt.

Grosser Druck wegen Uno und Co.

Immobilien-Experte Michael J. Kohlas führt den Grund dafür vor allem auf zwei Faktoren zurück: «Der Wohnungsmarkt in Genf ist schon seit Jahren ausgetrocknet. Die Stadt bietet viele Arbeitsplätze, gerade von internationalen Organisationen. Der Druck auf den Wohnraum ist gross.»

Auch wenn man in Zürich mit durchschnittlich 2432 Franke am meisten zahlt, bekommt der Mieter mit 82 Quadratmetern auch die grösst Wohnfläche.

Wer zwar in der Stadt Zürich wegen tendenziell höheren Löhnen arbeiten, aber nicht leben will, dem bietet sich eine ideale Lösung fürs Pendeln: Schaffhausen. Die Preise für 3-Zimmer-Wohnungen in der Munotstadt sind nach dem kaufkraftschwachen La Chaux-de-Fonds (14 Franken pro Quadratmeter) nirgendwo so billig.

Kritik der Hauseigentümer

Mit dem Comparis-Vergleich gar nicht einverstanden ist Ansgar Gmür vom Hauseigentümerverband (HEV): «Der Mietzinsvergleich von Comparis ist unfair. Die Durchschnittsmieten sind effekthascherisch aufgebläht und geben die Realität nicht korrekt wieder», meint er in einer Pressemitteilung. Comparis habe Mietinserate auf ihrer Online-Plattform ausgewertet und erfasse damit längst nicht alle verfügbaren Wohnungen.

Insbesondere diejenigen Wohnungen, die im Bekanntenkreis weitervermietet werden, würden nicht erfasst. Sie verfügten in der Regel über ein besseres Preis-Leistungsverhältnis, als die inserierten Wohnungen, so der Verband weiter. Die von Comparis publizierten Durschnittmieten bildeten nur einen Teil des Mietwohnungsmarktes ab, nämlich die Neu- und Wiedervermietungen, die online bei Comparis ausgeschrieben wurden.

Die 15 Städte mit den höchsten Mietpreisen finden Sie in der Bildergalerie oben.

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