Fast die Hälfte der Schweizer (48 Prozent) fühlt sich in ihrer aktuellen Wohnung pudelwohl und hat nichts an ihr auszusetzen. Das zeigt die Studie «Wohnen und Leben 2014» des Immobilienportals immowelt.ch, bei der insgesamt 505 Personen in der Schweiz befragt wurden. Besonders zufrieden sind Immobilienbesitzer: 69 Prozent von ihnen fühlen sich in ihrer Wohnung rundum wohl. Kein Wunder, denn wer sich durch einen Kauf langfristig an eine Wohnung bindet, prüft genau, ob Ausstattung und Lage wirklich zu den eigenen Vorstellungen passen. Ausserdem können Eigentümer die eigenen vier Wände so gestalten, wie es ihren Wünschen entspricht. Für Mieter ist dies nur eingeschränkt möglich und so haben nur 39 Prozent von ihnen nichts an der eigenen Wohnung zu bemängeln.

Familien wünschen sich mehr Zimmer

Etwas mehr als die Hälfte der Schweizer hat aber doch den einen oder anderen Kritikpunkt: 33 Prozent der Unzufriedenen wünschen sich mindestens ein zusätzliches Zimmer. Besonders Haushalte mit Kindern unter 18 Jahren klagen über Platzmangel (38 Prozent). 16 Prozent aller Unzufriedenen fühlen sich gestört, weil durch Wände und Decken die Geräusche der Nachbarn zu hören sind. An der Raumaufteilung ihrer Wohnung würden zwölf Prozent der Unzufriedenen gerne etwas ändern.

Einen grossen Einfluss auf die Wohnzufriedenheit hat das Alter. Wer gerade bei den Eltern ausgezogen ist, muss sich meistens mit einem knappen Budget durchschlagen und bei der Wohnung Kompromisse eingehen. So fühlen sich auch nur 39 Prozent der 18- bis 39-Jährigen mit ihrer aktuellen Bleibe rundum wohl. Mit zunehmendem Alter steigt die Zufriedenheit jedoch: Bei den 40- bis 59-Jährigen sind 47 Prozent mit ihrer Wohnung uneingeschränkt zufrieden, bei der Generation 60+ sogar 65 Prozent.

Besserverdiener mit ihrer Wohnung zufriedener

Dabei dürfte auch das mit dem Alter steigende Einkommen eine zentrale Rolle spielen. Denn wer über das nötige Kapital verfügt, kann die eigenen Vorstellungen bei der Wohnungssuche auch eher realisieren. Daher verwundert es nicht, dass 54 Prozent von den Besserverdienern angeben, zufrieden zu sein. Bei den Geringverdienern sind es nur 43 Prozent.

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