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Superreiche sind heiss auf Luxus-Immobilien

Ein New Yorker Penthouse im One57 erzielte 100,5 Mio. Dollar. Evan Joseph/ Extell Development

Die Nachfrage nach Villen und Penthäusern hat sich beschleunigt: Um ihr Geld sicher anzulegen sind Superreiche mehr denn je an Luxus-Immobilien interessiert - der Markt erreichte einen neuen Rekord.

Veröffentlicht 05.05.2015

Der Ultra-Luxus-Wohnimmobilienmarkt erreicht neue Hochs. Eine Rekordanzahl von Objekten in der ganzen Welt kostete zuletzt mehr als 100 Millionen Dollar.

Die Nachfrage nach Mega-Villen und Penthäusern hat sich beschleunigt, weil die Superreichen nach sicheren Häfen für ihre Vermögen und nach alternativen Investments wie Kunst oder eben Immobilien suchen. Das geht aus einer aktuellen Studie von Christie’s International Real Estate hervor, einer Tochter des Auktionshauses Christie’s.

Fünf Objekte für mehr als 100 Millionen Dollar

Dem Makler zufolge wurden im vergangenen Jahr fünf Objekte für mehr als 100 Millionen Dollar verkauft. Mindestens 20 weitere seien auf dem Markt gewesen.

«Wir haben es mit diesem Universum von mehr als 1800 Milliardären zu tun, die langsam Mitglied dieses Klubs an Sammlern der ungewöhnlichsten und unglaublichsten Immobilien in der ganzen Welt werden», sagt Dan Conn, Chef von Christie’s International Real Estate, im Interview mit Bloomberg. «Das ist etwas, an dem sie ihr Leben lang festhalten werden - wie bei einem Picasso oder Warhol oder anderer großartiger Kunst, die wir über die Jahre veräußert haben.»

Die Verkäufe werden laut Conn in diesem Jahr wohl anziehen. Neue gebaute Immobilien kämen hinzu.

«Die Leute wollen Trophäen-Häuser»

Eine steigende Nachfrage ist Conn zufolge unter reichen Amerikanern und Europäern, bei Milliardären aus instabilen Volkswirtschaften wie Russland und Ländern des Nahen Ostens sowie bei Käufern vom chinesischen Festland zu sehen. Letzteren sei es noch bis zum Jahr 2012 untersagt gewesen, in Übersee zu investieren - seit dem Fall des Verbots hätten sie bei Immobilien in Städten wie etwa Hongkong, Los Angeles, New York City und London zugeschlagen.

«Die Leute wollen Trophäen-Häuser», bestätigt auch Eyal Ofer, ein Schifffahrts- und Immobilienmagnat aus Monaco. “Es handelt sich um ein knappes Gut. Und sie sind besser als Gold, weil man damit angeben kann.»

Die Top-Transaktionen

Zu den Häusern, die im vergangenen Jahr für mehr als 100 Millionen Dollar verkauft wurden, zählt ein Objekt in East Hampton nahe New York, dass sich Barry Rosenstein - Managing Partner beim Hedgefonds Jana Partners - für 147 Millionen Dollar schnappte. Die anderen Top-Transaktionen waren laut Christie’s eine Villa im französischen Saint-Jean-Cap-Ferrat für 146 Millionen Dollar, ein Anwesen in Connecticut für 120 Millionen Dollar, eine Wohnimmobilie in Hongkong für 104 Millionen Dollar sowie ein Penthaus in New York für 100,5 Millionen Dollar.

Längst nicht alle Objekte wechselten den Besitzer für den Preis, der anfangs verlangt wurde. So sollte das Anwesen in Connecticut 190 Millionen Dollar kosten.

Die Tatsache, dass die Preise für Ultra-Luxus-Immobilien neue Hochs erreichen, ist kein Anzeichen für Probleme auf dem breiteren Markt und sollte keine Ängste vor einer erneuten Häuser-Blase schüren, sagt Conn. «Ich glaube, dieser Markt ist fundamental anders als der Rest des Marktes», erklärt Conn weiter. «Um eines dieser Objekte kaufen zu können, muss man Mitglied im Milliardärs-Klub sein.»

Daten von Christie’s zufolge wurde im Jahr 2013 lediglich ein Wohnobjekt für mehr als 100 Millionen Dollar verkauft. Im Jahr 2012 habe es vier solcher Transaktionen gegeben, 2011 seien insgesamt drei verzeichnet worden.

Neue Luxus-Immobilien stehen zum Verkauf

Laut dem Makler sind derzeit ein Penthaus in Monaco für 400 Millionen Dollar, ein Herrenhaus in London für 365 Millionen Dollar und ein Anwesen in Kalifornien für 195 Millionen Dollar auf dem Markt. An der französischen Cote d’Azur würden zudem Wohnimmobilien für 425 Millionen Dollar und für 215 Mio. Dollar angeboten.

Die Studie von Christie’s analysiert die Hausverkäufe in den zehn Prime-Städten Dubai, Hongkong, London, Los Angeles, Miami, New York, Paris, San Francisco, Sydney und Toronto sowie die Transaktionen in 70 weiteren Märkten.

(bloomberg/ccr)

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