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Studie 
Schweiz: Grosse Wohnungen verlieren an Attraktivität

39 Prozent der Schweizer sind grundsätzlich bereit für einen Wohnungswechsel.  Keystone

Umzugswillige Schweizer sind eher auf der Suche nach einer kleineren Wohnung als bislang. Einer aktuellen Studie zufolge liegt der Grund vor allem in den steigenden Miet- und Kaufpreisen.

Veröffentlicht 12.09.2014

Schweizer fühlen sich mehrheitlich wohl in ihren vier Wänden: Besonders geschätzt werden Komfort, Geräumigkeit und Helligkeit der Wohnung. Die Mehrheit sieht daher auch keinen dringenden Anlass, etwas an der Wohnsituation zu ändern: Nur vier Prozent planen einen Umzug. Jedoch sind 39 Prozent grundsätzlich bereit für einen Wohnungswechsel und halten etwa ohne feste Umzugsabsicht die Augen offen. Unter den 15 bis 29-Jährigen beträgt der Anteil der Umzugswilligen gar zwei Drittel.

Dies zeigt eine Umfrage unter 1250 Personen im Alter von 15 bis 74 Jahren im Rahmen des Immo-Barometers, das die «Neue Zürcher Zeitung» gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Wüest & Partner herausgibt. Für rund einen Drittel der befragten Umzugswilligen geben dabei familiäre Gründe den Ausschlag für den Umzugswunsch. Ebenfalls eine grosse Rolle spielen eine zu kleine Wohnfläche, Unzufriedenheit mit dem Wohnobjekt oder berufliche Gründe.

Steigende Nachfrage nach Eigentumswohnungen

Auch wenn aber eine zu kleine Wohnfläche einen wichtigen Grund für einen Umzug darstellt, sind die meisten eher auf der Suche nach einer kleineren Wohnung als bislang. Gemäss den Studienautoren könnte der Grund dafür in den steigenden Miet- und Kaufpreisen liegen. Aktuell leben nämlich knapp über die Hälfte der Umzugswilligen in einer Wohnung mit fünf oder mehr Zimmern. Viele davon suchen derzeit nach einer kleineren Bleibe. Die meisten setzen auf mittelgrosse Wohnungen mit drei bis viereinhalb Zimmern.

Bei den Wohnformen hält rund die Hälfte der Befragten nach einer Mietwohnung Ausschau. Der Trend zeigt aber Richtung Eigentumswohnung, Wohngemeinschaft und Haus zur Miete: Diese Wohnformen werden von einem weitaus grösseren Teil der Umzugswilligen nachgefragt.

Die grösste Beliebtheit darunter verzeichnet die Eigentumswohnung: Während zehn Prozent bisher in einer Eigentumswohnung leben, streben 38 Prozent diese Wohnform künftig an. Stabil zeigt sich dagegen die Nachfrage nach einem eigenen Haus: 33 Prozent wollen ein Haus kaufen, 29 Prozent besitzen bereits eines.

(sda/ccr)

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