1. Home
  2. Immobilien
  3. Goldman-Chef Blankfein hat eine Luxusvilla zu viel

Anwesen 
Goldman-Chef Blankfein hat eine Luxusvilla zu viel

Die Hamptons nahe New York sind das Reservat der Reichen. Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein besitzt hier gleich zwei Luxusanwesen. Doch eines will der frischgebackene Milliardär nun loswerden.

Von Corinna Clara Röttker
28.07.2015

Es ist die Goldküste von New York, nur etwas grösser als das Zürcher Pendant: Die Hamptons auf Long Island sind das Reservat der Reichen. Hier wohnt das Glamourpersonal Hollywoods Tür an Tür mit Börsengiganten in einer Welt für sich. In den Dünen reiht sich eine Luxusvilla an die nächste – und die Nachfrage nach den Nobelobjekten boomt, wenngleich die Immobilienpreise auf Long Island zuletzt zurückgingen.

600 Quadratmeter Luxus

Auch Lloyd Blankfein weiss das. Der Goldman-Sachs-Chef gönnt sich sogar den Luxus und besitzt zwei Prestigeobjekte auf Long Island. Doch eines davon – eine 600-Quadratmeter-Villa, die sich auf einem Ein-Hektar-Grundstück in Sagaponack in den Hamptons befindet – will der frischgebackene Milliardär nun loswerden. Und angesichts des Nachfragebooms schraubt Blankfein auch fleissig an der Preisschraube: Bot der Bankchef seine Villa vor drei Jahren noch für 14 Millionen Dollar an, will er heute 17 Millionen für das noble Anwesen haben.

Dabei bietet die Villa, die Blankfein 2001 bauen lies, alles, was das reiche Herz begehrt: Neben einem Tennisplatz und einem Swimmingpool wartet das Anwesen mit sieben Schlafzimmern, fünf Bädern plus drei Teilbädern, einer Bibliothek sowie einer hübschen Veranda auf. Der Strand ist in unmittelbarer Umgebung - fussläufig binnen Minuten zu erreichen - ebenso wie zahlreiche Golfclubs und ein kleiner Flughafen.

Frischgebackener Milliardär

Doch was dem früheren Millionär Blankfein noch genügte, scheint dem inzwischen zum Milliardär gewordenen Blankfein zu klein geworden. Bereits 2012 hatte sich der 60-Jährige für 32,5 Millionen Dollar in Bridgehampton, unweit des jetzt angebotenen Anwesens, eine 740-Quadratmeter-Villa zugelegt. Seinen gesamten privaten Immobilienbesitz beziffert Bloomberg auf 73 Millionen Dollar.

Der Sohn eines Postangestellten aus New York kann es sich leisten. Erst vor kurzem rief die Nachrichtenagentur Bloomberg Blankfein zum Milliardär aus. In den neun Jahren seit Blankfein CEO der Wall-Street-Bank ist, wuchs sein Nettovermögen den Agenturangaben zufolge auf rund 1,1 Milliarden Dollar an, während sich der Aktienkurs seit dem Börsengang vervierfachte.

Als grösster Einzelaktionär von Goldman Sachs besitzt Blankfein ein Aktienpaket im Wert von fast 500 Millionen Dollar. Seine Immobilien und ein Investmentportfolio, die mit Cash-Boni und Ausschüttungen der Private-Equity-Fonds der Bank finanziert wurden, sind mehr als 600 Millionen Dollar wert. Gleichzeitig ist der Harvard-Absolvent einer der wenigen derzeitigen Chefs einer global aufgestellten Bank, der bereits im Top-Management war, bevor die Firma an die Börse ging.

Teuerstes Objekt für 95 Millionen Dollar

Sollte Blankfein nun gemeinsam mit Sotheby’s einen Käufer für seine Luxusvilla finden, kämen nochmal ein paar Milliönchen hinzu. Dabei sind die 17 Millionen Dollar für ein Haus in den Hamptons geradezu ein Schnäppchen. Das teuerste Objekt, das in der Nobel-Gegend zurzeit angeboten wird, ein feudales Strandanwesen, soll 95 Millionen Dollar kosten.

Doch jeden Rekord brach vergangenes Jahr der Hedgefonds-Manager Barry Rosenstein: Für stolze 147 Millionen Dollar kaufte er sich ganz in der Nähe ein Strandanwesen. Es war die teuerste Transaktion dieser Art, die es bislang in den USA gegeben hat.

Anzeige