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Architektur 
«Gebäude aus Holz kann man schnell hochziehen»

In Rotkreuz entsteht das erste Holzhochhaus der Schweiz. Überhaupt scheint Holz als Baumaterial zur Zeit im Trend zu liegen. Was das Geheimnis dahinter ist, erklärt ein Experte von Zug Estates.

Von Gabriel Knupfer
2016-09-14

Hochhäuser aus Holz liegen im Trend. Seit 2015 ist auch hierzulande die Anwendung von Holz in allen Gebäudekategorien und Nutzungen zugelassen. Zug Estates nutzt als erste Firma diese Möglichkeit – und baut bis 2018 auf dem Areal Suurstoffi in Risch-Rotkreuz das erste Holzhochhaus der Schweiz.

Mit zehn Stockwerken und 36 Metern Höhe ist das in der Holz-Beton-Verbundkonstruktion errichtete Gebäude zwar noch kein Koloss. Doch die Firma will noch weit höher hinaus, wie Geschäftsleitungsmitglied Kim Riese gegenüber handelszeitung.ch erklärt.

Sie bauen das erste Holzhochhaus der Schweiz. Welche Überlegungen stecken hinter der Wahl des Materials?
Kim Riese*: Ein wichtiger Aspekt für uns war die Geschwindigkeit. Ein Mieter will möglichst rasch einziehen. Weil wir in der Holzbauweise mit vorfabrizierten Elementen arbeiten können, ist es uns möglich, das Gebäude schnell hochzuziehen. Zudem passt Holz in unsere Nachhaltigkeitsstrategie.

Holz scheint als Baumaterial zur Zeit im Trend zu liegen. Warum?
Zu den Vorteilen von Holz gehört das geringe Gewicht. Das kann je nach Baugrund sehr wichtig sein und hilft uns auch auf dem Suurstoffi-Areal, wo wir unterschiedliche Böden vorfinden. Daneben kann mit Holz eine hohe Präzision erreicht werden und die Kosten sind nicht grundsätzlich höher als in einer konventionellen Bauweise.

Lange Zeit hiess es, Holz sei brandgefährdet. Gilt das plötzlich nicht mehr?
Früher hat man sich zu wenig mit der Holzbauweise beschäftigt, deshalb gibt es durchaus neue Erkenntnisse. Holzgebäude sind nicht brandgefährdeter als andere Gebäude: Dicke Holzbalken sind schwer anzuzünden und verkohlen in einem allfälligen Feuer an der Oberfläche. So entsteht eine Schutzschicht.

Haben Sie weitere Holzprojekte bei Zug Estates?
Ja, auf dem selben Areal ist zusätzlich ein 60 Meter hohes Holz-Beton-Hybridhochhaus für die Hochschule Luzern geplant. Dieses wird gleich neben dem Bahnhof Risch-Rotkreuz stehen und so den Auftakt zum Areal bilden.

* Kim Riese ist Mitglied der Geschäftsleitung von Zug Estates und verantwortlich für Entwicklung und Bauprojekte.

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