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Prognose 
Die Immobilienblase rückt näher

Zählt nun zu den Gefahrenregionen: Luzern.  Keystone

Die Gefahr einer Immobilienblase nimmt zu: Der UBS-Index ist im zweiten Quartal so stark gestiegen wie seit 2012 nicht mehr. Eine Region gilt neu als gefährdet.

Veröffentlicht 04.08.2015

Die Gefahr einer Blase auf dem Schweizer Immobilienmarkt nimmt zu. Dies besagt der UBS-Immobilienblasenindex, der im zweiten Quartal so stark gestiegen ist wie seit 2012 nicht mehr. Er liegt nun bei 1,37 Punkten und damit im Risikobereich. Ab einem Wert über zwei würde man von einer Blase sprechen.

Die Preise von Eigenheimen seien im zweiten Quartal verglichen mit der Vorjahresperiode um knapp zwei Prozent gestiegen, teilte die UBS am Dienstag mit. Ausserdem hätten die Hypothekarvolumen von Privathaushalten um 3,5 Prozent zugenommen.

Im historischen Vergleich seien solche Wachstumsraten zwar moderat, angesichts der schrumpfenden Wirtschaftsleistung und der deutlich fallenden Konsumentenpreise seien sie jedoch vergleichsweise hoch.

Keine Entwarnung

Auf dem Eigenheimmarkt könne daher noch längstens keine Entwarnung gegeben werden, schreibt die UBS. Einerseits sei die Nachfrage nach den eigenen vier Wänden wegen der tiefen Hypothekarzinsen weiterhin sehr hoch. Andererseits fehle es an anderen rentablen Anlagemöglichkeiten, weshalb stark in Immobilien investiert werde.

Dies obwohl die Mieten sinken, was die Renditen von Immobilieninvestitionen dämpft: Die Mieten von Neubauten seien verglichen mit dem Vorjahr um drei Prozent zurückgegangen, schreibt die UBS. Doch angesichts des Anlagenotstands hält das die Investoren nicht vom Kauf von Immobilien ab.

Die Kreditanträge für zur Vermietung vorgesehene Eigentumswohnungen seien denn im zweiten Quartal auch nahe am Allzeithoch verharrt, schreibt die UBS.

Luzern ist neu Gefahrenregion

Neu zu den Gefahrenregionen - also jenen Regionen mit hohem Korrekturpotenzial - zählt Luzern. Luzern verzeichne neben der Region Innerschwyz aktuell die stärksten Preiswachstumsraten aller Gefahrenregionen, schreibt die UBS.

Auch Zürich, Zug, Basel-Stadt, Lausanne, Genf, Nyon, Vevey, Morges, Davos oder das Oberengadin zählen zu den Gefahrenregionen. Ausserdem an die Ballungszentren angrenzende Gebiete wie das Glatttal, das Furttal, das Limmattal, der Zimmerberg, der Pfannenstiel oder die March.

Zu den Monitoringregionen - der Stufe unter den Gefahrenregionen - zählt neu Appenzell Innerrhoden. Dort seien die Preise in den letzten zehn Jahren um fast 70 Prozent gestiegen, schreibt die UBS.

Auch das Knonaueramt, das Zürcher Oberland, Winterthur, Locarno, Lugano, Saanen und das Obersimmental, St. Gallen sowie Nidwalden zählen zu den Monitoringregionen.

(sda/ccr)

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