Die Aktionäre haben zugestimmt, der Börsengang ist beschlossen: Conzzeta, die Zürcher Industriegruppe, bringt ihre Tochter Plazza Immobilien an die Börse. Ihr Prospekt zur Kotierung wirft allerdings ein bedenkenswertes Licht auf die Lage am Immobilienmarkt.

Das Plazza-Portfolio besteht vor allem aus Wohnliegenschaften in Zürich, Entwicklungsprojekten in Wallisellen, Regensdorf und Crissier, Baurechten sowie Büroliegenschaften. Sie wurden vom Prüfer Wüest & Partner auf rund 462 Millionen Franken geschätzt.

Neubewertung, wenn Marktwert sinkt

In den letzten drei Jahren waren die Prüfer optimistisch. Sie deklarierten jedes Jahr eine positive Neubewertung: plus 24 Millionen Franken (2012), 11 Millionen (2013) und 12 Millionen (2014). Diese Neubewertungen werden ergebniswirksam bilanziert. Fällt der Marktwert aber, muss wieder nach unten korrigiert werden – ergebniswirksam.

Im Risikobericht wird ein heikles Problem erfasst: Per 30. September und 31. Dezember hat die Credit Suisse die Mietverträge für die Bürokomplexe an der Zürcher Giesshübelstrasse 40 und 45 gekündigt, ebenso die Mieterin ­AkzoNobel in einem Luzerner Bau. Die Bürohäuser werden dann einen Leerstand von 76 Prozent verzeichnen, das Gesamtportfolio einen solchen von 26 Prozent. Angesichts des Überangebots an Büroimmobilien kann mit einer Durststrecke gerechnet werden: Im ersten Quartal waren 3,9 Millionen Quadratmeter Bürofläche auf dem Markt.

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