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Alpen: Wo Ferienwohnungen am meisten kosten

Quadratmeterpreise von über 10'000 Franken sind im Alpenraum weit verbreitet. Für weniger wird man nur fernab von St. Moritz, Verbier und Co. fündig. Doch Geduld könnte sich auszahlen.

Wer im Alpenraum eine Ferienwohnung kaufen will, muss dafür in St. Moritz am meisten Geld hinblättern. Dies zeigt eine Studie der UBS, die erstmals den Immobilienmarkt von 25 Top-Ferienorten im Alpenraum der Schweiz, Österreichs, Frankreichs und Italiens analysierte.

Pro Quadratmeter bezahlt man in St. Moritz rund 14'000 Franken, wie die UBS am Montag mitteilte. Die Destinationen Gstaad und Verbier würden dicht folgen. Ausserhalb der Schweiz muss man im französischen Courchevel am meisten für den Quadratmeter ausgeben, nämlich 12'000 Franken.

Günstiger als auch schon

Quadratmeterpreise von über 10'000 Franken sind im Alpenraum weit verbreitet und sind beispielsweise das Preisniveau in Davos/Klosters oder in der Jungfrau-Region. In kleineren Feriendestinationen wie Scuol (GR) liegen die Preise noch bei 8000 Franken. Wer eine Ferienwohnung für weniger als 6000 Franken pro Quadratmeter sucht, könnte an Nischenstandorten wie Ovronnaz (VS) oder Disentis (GR) fündig werden.

Das Preisniveau der Ferienwohnungen in der Schweiz ist gemäss der Studie in den letzten Jahren gesunken. So liegt jenes der drei Erstplatzierten tiefer als im Jahr 2012. Auch in allen Top-Destinationen im Graubünden und im Wallis – mit Ausnahme von Arosa GR und Zermatt VS – seien die Preise gefallen. In Frankreich und Österreich hingegen seien die Preise in den letzten Jahren noch spürbar gestiegen.

Geduld könnte sich auszahlen

Möglicherweise lohnt es sich, mit dem Wohnungskauf noch etwas länger zuzuwarten. Die UBS-Experten rechnen damit, dass die Nachfrage in den nächsten Jahren schrumpfen wird. Schuld daran seien die höhere Mobilität im Reiseverhalten und Angebote wie Airbnb. Zudem könnte das Angebot wachsen, wenn die Generation der Erstkäufer sich von ihren Liegenschaften trennen wird.

Während sich Gstaad oder Engelberg gemäss dem Bericht behaupten dürften, könnte in Davos, Crans-Montane und Zermatt bald die Stunde der Schnäppchenjäger schlagen.

(sda/ccr)

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