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Das Gespräch 
Jörg Reinhardt: «Spielraum mehr zu verändern»

Jörg Reinhardt: «Ich bin pragmatischer, vielleicht analytischer als Vasella.»

Seit fast einem Jahr steht Jörg Reinhardt an der Novartis-Spitze. Der Präsident über den Wandel der Firmenkultur, Kooperationen mit Roche und den Unterschied zu Vorgänger Vasella.

Von Kristina Gnirke und Dirk Schütz
25.06.2014

Fast ein Jahr nach seinem Antritt als Novartis-Präsident sieht Jörg Reinhardt einen Wandel der Firmenkultur. «Wir legen viel Wert auf Offenheit und Zusammenarbeit. Die gegenseitige Unterstützung hat früher gefehlt», sagte er der BILANZ. Veränderung erkennt Reinhardt etwa beim Konzernchef. «Auch CEO Joe Jimenez hat in den letzten Monaten in seinem Auftreten an Offenheit und Zugänglichkeit gewonnen.»

Die Teamarbeit zwischen den Sparten will Reinhardt weiter stärken und geht dabei etwa in der Produktion noch weiter als bisher: «Am Ende ist ein konzernweiter Produktionschef möglich, wenn es Entscheidungen von oben braucht für alle Sparten.» Die Konzernstruktur sei zudem nach dem Verkauf kleinerer Sparten nicht fix. «Da ist sicherlich noch Spielraum, mehr zu verändern.»

Stärkere Kooperation erwartet Reinhardt mit dem Rivalen Roche. Ein Grund für die Rivalität der Konzerne habe in den Differenzen zwischen den Ex-Präsidenten, Daniel Vasella bei Novartis und Franz Humer bei Roche, gelegen. «Die Grundlage dafür ist nun weggefallen, und ich glaube, dass wir in Zukunft wieder vermehrt kooperieren können.» Mittelfristig könne er sich darüber hinaus weitere Verwaltungsratmandate für sich vorstellen.

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