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Gespräch 
Humer: Verkauf des Roche-Anteils «ist mir Wurscht»

Zu Besuch in der «Bilanz»-Redaktion: Ex-Roche-Präsident Franz Humer. René Ruis

Als Präsident von Diageo steht Ex-Roche-Lenker Franz Humer mitten im Brexit-Getümmel. Ein Gespräch über den Brexit und warum er in einem Verkauf des Roche-Anteils von Novartis keine Gefahr sieht.

Von Erik Nolmans und Dirk Schütz
02.06.2016

Der langährige Roche-Präsident sieht durch einen Verkauf des Roche-Anteils von Novartis keine Gefahr für den Basler Pharmariesen. «Das ist mir vollkommen Wurscht», sagte Humer im «Bilanz»-Interview zur Frage eines allfälligen Verkaufs der 30-Prozent-Beteiligung von Novartis an Roche. «Wir haben mit Novartis gelebt, und wir werden mit jedem anderen Aktionär leben. Die Familie hat die Mehrheit.»

Zur Konsolidierung in der Branche sagte Humer: «Der Konsolidierungsdruck hat nachgelassen, weil die grossen Pharmakonzerne eingesehen haben, dass diese grossen Fusionen Wert und Innovationskraft zerstören. Ich glaube allerdings, dass das M&A-Karussell weiter drehen wird. Es wird Akquisitionen von Biotech-Unternehmen, von Start-ups geben, und es gibt im Research Kooperationen.»

Zum Brexit sagte Humer, der Präsident des britischen Getränkeriesen Diageo ist: «Ich persönlich glaube, dass der Brexit abgelehnt wird. Ich schätze, dass so zwischen 55 und 60 Prozent schliesslich für ein Verbleiben votieren werden.»

Das ausführliche Gespräch mit Ex-Roche-Präsident Franz Humer über die Verunsicherung in den Chefetagen, den Brexit und seinen ewigen Rivalen Daniel Vasella, lesen Sie in der neuen «Bilanz», ab Freitag am Kiosk oder mit Abo jeweils bequem im Briefkasten.

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