«Wir wollen vor allem ein Restaurant für diejenigen Menschen sein, die in der Umgebung wohnen», sagt Emiel van Dijk vom «Swissôtel» in Zürich. Die Erfahrung zeige, dass Oerlikon für Hotelgäste aus fernen Ländern einiges zu bieten habe. Hingegen fehle schon lange ein ­attraktives Angebot für die Bevölkerung. Aus diesem Grund haben der gebürtige Holländer und sein Team das Konzept des hoteleigenen Restaurants weg vom klassischen Hotelangebot hin zu einem lokalen Potpourri entwickelt.

Jetzt sitzt man im luftigen Raum mit grossen Fenstern, die den Blick auf den Oerliker Marktplatz freigeben, und geniesst Produkte aus der Umgebung. Und zwar wenn immer möglich aus der ­unmittelbaren Umgebung. Die liegt nämlich direkt vor der Haustüre: Mittwochs und samstags findet auf dem Marktplatz ein kunterbunter Wochenmarkt statt. Hier kauft Küchenchef ­Michael Kuhlmey das Gros der Produkte ein. Den Rest besorgt er beim örtlichen Metzger Ziegler und bei Produzenten aus einem Umkreis von maximal 50 Kilo­metern. «Die Gäste sind vom neuen Angebot begeistert», sagt Emiel van Dijk. «Seit wir auf die Region setzen, stammen mehr als 80 Prozent unserer Besucher aus der ­Umgebung.»

Typischen Saisongemüsesorten

Zurzeit präsentiert sich diese Region auf dem Teller frühlingshaft: Knackige Blattsalate werden mit Fetakäse im Blätterteig oder mit Rindsgeschnetzeltem und Baumnüssen garniert; aus typischen Saisongemüsesorten wie Rhabarber oder Spargel kocht Kuhlmey leichte Suppen zum perfekt leichten Auftakt.

Bei den Hauptspeisen spielt die Schweiz nicht nur von der Herkunft der verwendeten Produkte her, sondern auch thematisch die Hauptrolle: geschmorte Kalbskopfbäggli mit Polenta, Filet vom Alpenschwein mit Kartoffelstock und – nicht zuletzt weil dies eines der Lieblingsgerichte der internationalen Gäste­schar ist – Züri-Gschnätzlets mit Rösti.

Wer meine Leidenschaft für Clubsandwichs teilt, wird im Restaurant Le Muh übrigens doppelt glücklich: Der Klassiker, den wir einem innovativen Spielhöllenbetreiber in der amerikanischen Stadt Saratoga zu verdanken haben, wird gleich in zwei Varianten ­angeboten. Die erste kommt ganz ohne Fleisch aus, dafür mit Kichererbsen­crème und gegrilltem Gemüse, die zweite wird mit den obligaten Zutaten Pouletbrust, Speck, Tomaten, Käse und – ganz wichtig – viel Cocktailsauce in ­Olivenbrot serviert.

Restaurant Le Muh
Schulstrasse 44
8050 Zürich
Telefon 044  317  33  91
täglich geöffnet

www.lemuh.ch
 

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